Patientengeschichte: Zertifiziertes Traumazentrum

rega notfall jahresbericht 2016 quer

Zuerst prüfen die Notärztin und der Rettungssanitäter den Zustand des Verunfallten: Ist er ansprechbar? Wie steht es um Atmung, Puls und Blutdruck, wie ist die Reaktion der Pupillen? Noah Schmid atmet zwar, ist aber bewusstlos.

Erste Untersuchungen vor Ort

Die körperliche Untersuchung zeigt, dass sein Becken instabil ist und sein rechtes Bein in einer unnatürlichen Stellung ruht. Dies kann auf einen Beckenbruch und auf eine Unterschenkelfraktur hinweisen. Der heftige Aufprall und die Bewusstlosigkeit lässt auf eine Gehirnerschütterung schliessen.

Oft treten innere Blutungen auf, was auch in diesem Fall nicht ausgeschlossen ist. Deshalb legt der Rettungssanitäter dem Patienten einen Beckengurt an, der das Becken stabilisiert und allfällige Blutungen vermindern kann.

Um die Atmung sicherzustellen und zu verhindern, dass Erbrochenes in die Luftröhre gelangt, wird der Patient intubiert und über einen Beatmungsschlauch mit Sauerstoff versorgt. Je nach Ausmass der Verletzung sind diese Massnahmen lebensrettend.

Mit der Rega ins Luzerner Kantonsspital

Noah Schmid wird vorsichtig zum Helikopter transportiert. Die Rega-Crew entscheidet aufgrund der Schwere der Verletzungen, dass das LUKS Luzern angeflogen wird. Die Versorgung Schwerverletzter gehört zur hoch spezialisierten Medizin (HSM).

Das überregionale Traumazentrum des LUKS ist eines der wenigen Zentren in der Schweiz, welches diese hohen Anforderungen erfüllt. Es ist Gründungsmitglied des ersten Traumanetzwerks der Schweiz und zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Das gibt Patienten wie Noah Schmid die Sicherheit, schnellstmöglich am richtigen Ort die beste Behandlung zu erhalten.

Das Team im Schockraum macht sich für die Ankunft bereit

Der Helikopter hebt ab. Der Rega-Einsatzleiter übermittelt währenddessen die Art der Verletzungen und die Ankunftszeit des Helikopters an das LUKS Luzern, wo sich das Team des Schockraums bereit macht. Als die Fahrwerke des Rega-Helikopters den Landeplatz berühren, sind die Systeme im Schockraum des LUKS bereits hochgefahren. Das achtköpfige Team ist parat und wartet auf die Ankunft von Noah Schmid.

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