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«Alles läuft gleichzeitig und parallel»

Kinderspital, Frauenklinik, ambulantes und stationäres Zentrum: Zurzeit und in den nächsten Jahren wird viel gebaut auf dem Campus des Luzerner Kantonsspitals (LUKS) in Luzern. Wie stemmt man solche Grossbauprojekte, wie sehen die neuen Räume aus und was bieten die Excellence-Privatabteilungen?
9. September 2025
Lesezeit: 4 Minuten
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Langeweile kennt Nils Eichbaum wohl nur vom Hörensagen. Der Leiter Bau am LUKS kann sich über mangelnde Arbeit kaum beklagen. Ein kurzer Überblick: Auf dem Campus Luzern gibt es drei Grossprojekte, zum einen der Neubau des Kinderspitals und der Frauenklinik, der in vollem Gange ist, dann der Neubau des ambulanten Zentrums, der in der Planungsphase steckt und schliesslich der grösste Brocken, das neue stationäre Zentrum, das den heutigen «Schoggiturm» ersetzen soll. Bei diesem Projekt ist gerade der Architektur-Wettbewerb in Vorbereitung, Baubeginn ist 2029 geplant. Hinzu kommen die Neubauten der Spitäler in Wolhusen und Sursee. 

Kleines Team mit gutem Spirit

Nils Eichbaum schmunzelt. «Die Dimensionen sind einigermassen eindrücklich», meint er nur. Ganz neu sind dem aus Deutschland stammenden Architekten und Ingenieur solche Grossprojekte nicht, bringt er doch Erfahrung vom Bau eines Teils des Münchner Flughafens mit. Darum weiss er, dass er und sein Team optimal funktionieren müssen, damit alles so läuft, wie es muss. «Wir sind ein kleines Team aus zwölf hochmotivierten Expertinnen und Experten, das sehr gut miteinander zusammenarbeitet und einen guten Spirit mitbringt.» Das ist auch nötig, denn die Herausforderungen sind immens. «Alles läuft gleichzeitig und parallel und wir sind jeden Tag mit anderen Themen konfrontiert.» Mal ist es ein Wassereinbruch auf der Baustelle, mal ein technischer Mangel oder rechtliche Themen, wenn etwa ein Leistungserbringer nicht das liefert, was vereinbart wurde.

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Nils Eichbaum in einem künftigen Patientenzimmer im Rohbau

Permanentes Trouble-Shooting

Zurzeit arbeiten in Luzern zwischen 270 bis zu 450 Leute täglich auf der Baustelle, wo das Kinderspital und die Frauenklinik erstellt und im Oktober 2026 in Betrieb gehen wird. Die Komplexität einer solchen Grossbaustelle ist gross – nur schon, was an Lüftungs-, Wasser-, Heizungsrohren oder an Kabellängen verbaut werden muss, ist schwindelerregend. «Entscheidend ist, die einzelnen Schritte so zu staffeln, dass man sich nicht gegenseitig im Weg steht und es zu keinen Unterbrechungen kommt», beschreibt es Nils Eichbaum. Die Arbeit des gesamten Teams bestehe eigentlich aus permanentem Trouble-Shooting. «Kürzlich fragte mich jemand, ob ich mich auch weiterbilde. Ich musste lachen, meine Arbeit ist eine permanente Weiterbildung unter Hochdruck», sagt er. Aber, so versichert er, die Arbeit bereite ihm und seinem Team gleichzeitig grossen Spass. 

Nur noch Einzelzimmer

Spannend wird es auch, wenn die Phase der Inbetriebnahme beginnt. «Dahinter steckt ein grosser Change-Prozess, die Abläufe und Prozesse der Medizin sind ganz anders aufgebaut als bisher, es gibt neue Schnittstellen, Wegführungen und so weiter», sagt Nils Eichbaum. Während des Umzugs brauche es temporär einen Doppelbetrieb, zudem müssen die Mitarbeitenden intensiv geschult werden. «Wir orchestrieren diesen Migrationsprozess, der für alle sehr anspruchsvoll ist.»

Was genau darf man von den neuen Gebäuden und der neuen Infrastruktur erwarten? Und wie unterscheidet sich der Excellence-Bereich für Privat- und Halbprivat-Versicherte von den Standard-Zimmern? «Da sich die Menschen, die in ein Spital kommen, oftmals in einer ungewohnten und für sie unangenehmen Situation befinden, haben wir auf Behaglichkeit geachtet», sagt Nils Eichbaum. Im Neubau des Kinderspitals und der Frauenklinik gibt es nur noch Einzelzimmer, und man setzt auf angenehme, warme Farbtöne. Dabei wurde nach den Methoden der Healing-Architecture und evidenzbasiertem Design vorgegangen. «Es geht darum, durch die Einrichtung und Bauweise eine möglichst angenehme Atmosphäre zu schaffen, die hilft, Ängste abzubauen.»

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In Musterräumen, sogenannten «Mock-ups», werden Farb- und Materialkonzepte getestet.

Hoher Standard, nicht nur für Excellence-Abteilung

Die Excellence-Zimmer für Privat- und Halbprivatpatientinnen und -patienten sind grösser als die Standardzimmer, die Ausstattung und die Möblierung sind hochwertiger und wohnlicher. Im Kinderspital besteht die Möglichkeit, ein zweites Zimmer mit Verbindungstüre zu beziehen, damit die Eltern neben ihrem Kind im Spital Quartier beziehen können. Die Excellence-Abteilung ist im Neubau an einem Ort gebündelt, gleichzeitig aber integriert im Gesamtgebäude. Ein grosszügiger Lounge-Bereich ermöglicht es Angehörigen, die Patientinnen und Patienten in einer angenehmen Atmosphäre zu besuchen. «Die grosszügigen neuen Excellence-Zimmer, gekoppelt mit der Spitzenmedizin des LUKS, müssen den Vergleich mit anderen Privatableitungen in keiner Weise scheuen», so Nils Eichbaum. In Kombination mit dem Hotellerie-Service werden sich Privat- und Halbprivat-Patientinnen und Patienten sowie ihre Eltern oder Angehörigen besonders wohlfühlen und erholen können. 

Er und sein Team sind sehr zufrieden mit dem derzeitigen Baufortschritt. «Dies natürlich auch dank der guten Kooperation mit den zahlreichen internen und externen Prozessbeteiligten und Anspruchsgruppen.» 

Im Herbst 2026 wird der Neubau Kinderspital/Frauenklinik als erstes der grossen Bauprojekte fertiggestellt werden. Die Bevölkerung der Zentralschweiz kann sich auf ein hochmodernes Spital mit einer erstklassigen Excellence-Privatabteilung freuen. 

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