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Ein Team das Grosses bewegt: Palliative Care am LUKS Luzern ausgezeichnet

Manchmal reicht ein Blick, ein Händedruck, ein stilles Dableiben. Auf der Palliativstation am Luzerner Kantonsspital (LUKS) in Luzern ist das Teil des Alltags und des Erfolgs zugleich. Jetzt wurde die Arbeit des Teams mit dem Label «Qualitépalliative» ausgezeichnet.
9. Februar 2026
Lesezeit: 4 Minuten
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Das interprofessionelle Team rund um die Palliative Care am LUKS Luzern

Das engagierte Team der Palliativmedizin am LUKS Luzern, unter der Leitung von Co-Chefarzt KD Dr. med. Beat Müller, erfüllt auf ihrer Station mit acht Betten einen kantonalen Leistungsauftrag. Im Mittelpunkt steht dabei stets der Mensch, egal wie komplex die Situation ist. Die Abteilung ist hervorragend mit vielen Organisationen im Kanton und darüber hinaus vernetzt. Das Ziel: Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen in einer herausfordernden Lebensphase bestmöglich zu unterstützen. 

Einzigartig in der Zentralschweiz: Drei Auszeichnungen für das LUKS 

Als einzige Palliativeinrichtung in der Zentralschweiz ist das LUKS Luzern gleich von drei Organisationen ausgezeichnet: European Society for Medical Oncology (ESMO), Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und Qualitépalliative. Diese Labels bestätigen die hohen Standards in der onkologischen sowie palliativen Versorgung und das Engagement des interprofessionellen Teams. 

Ausgezeichnet mit dem Label Qualitépalliative 

Das Label Qualitépalliative ist schweizweit ein Gütesiegel für besonders hohe Standards in der Palliative Care. Beim Audit für das schweizweite Gütesiegel Qualitépalliative, das im Herbst 2025 stattfand, hoben die Prüferinnen und Prüfer zahlreiche Stärken hervor: 

  • Teamgeist 
    Die Stimmung im Team ist wertschätzend. Das spüren auch die Patientinnen und Patienten. «Wir arbeiten auf Augenhöhe und unterstützen uns gegenseitig, gerade wenn es schwierig wird», so das Team. Diese Atmosphäre fördert eine hohe Sensibilität für die Verletzlichkeit der Menschen, die hier betreut werden. 

  • Ethik  
    Ethik ist am LUKS gelebte Praxis. Das Team nimmt sich Zeit für schwierige Fragen und sucht gemeinsam nach Lösungen für alle Beteiligten. Auch das LUKS-interne Ethik-Forum bietet bei herausfordernden Fragestellung Unterstützung. 

  • Lösungsorientierung 
    Jede Situation ist anders – und das Team am LUKS beweist Beharrlichkeit und Kreativität, wenn es darum geht, individuelle Bedürfnisse zu erfüllen. Auch in den Strukturen eines grossen Spitals werden pragmatische und effiziente Wege gefunden, um das Leben der Patientinnen und Patienten ein Stück leichter zu machen. 

  • Vernetzung 
    Die Palliativstation ist sowohl intern als auch extern hervorragend vernetzt. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit – insbesondere mit der Medizinischen Onkologie – verläuft reibungslos. Besonders hervorzuheben ist auch die enge Kooperation mit den mobilen Palliativdiensten, wie Palliativ Plus Luzern oder dem Brückendienst der Spitex Stadt Luzern, sowie mit dem Hospiz Zentralschweiz und dem Viva Eichhof Luzern. 

  • Austrittsplanung und Nachbetreuung 
    Gemeinsam mit den Netzwerkpartnern gelingt es, die Versorgung schwerkranker Menschen in Luzern und Umgebung optimal zu gestalten. Die Zusammenarbeit ermöglicht einen nahtlosen Übergang zwischen Spital, Hausärztinnen und Hausärzten sowie weiteren Fachstellen. Auch die Angehörigen werden nicht vergessen: Für sie stehen Angebote wie die Psychoonkologie, die Spitalseelsorge oder die ärztliche palliative Sprechstunde zur Verfügung. 
     
  • Flexibilität 
    Die Aufenthaltsdauer auf der Palliativstation richtet sich nach der individuellen Situation der Patientin oder des Patienten. Wichtig ist, dass eine geeignete Anschlusslösung gefunden wird.   
Die spezialisierte Palliative Care ist eine der Kernkompetenzen unserer Klinik. Die Zertifizierung erfüllt uns mit Stolz und bestätigt die Exzellenz unserer Mitarbeitenden, die jeden Tag gemeinsam für das Wohl unsere Patientinnen, Patienten und ihren Angehörigen einstehen.

Prof. Dr. Med. Oliver Gautschi, Chefarzt der Medizinischen Onkologie der Spitäler der LUKS Gruppe

Lehre und Forschung 

Beat Müller engagiert sich aktiv in der Studienleitung des CAS Palliative Care. Diese Weiterbildung ist eine Kooperation zwischen dem Luzerner Kantonsspital und der Universität Luzern. Sie richtet sich an Fachkräfte in der Versorgung und trägt dazu bei, ein vertieftes Wissen und Verständnis für Handlungsfelder der Palliativversorgung mit Bezug zum Praxisalltag weiterzuentwickeln. Zudem bietet Beat Müller auch mehrmals jährlich ein Online-Austauschformat für Fachpersonen an, das sogenannte Palli-Forum. Zukünftig plant die Palliativstation am LUKS Luzern auch als Weiterbildungsstätte für Fachpersonen zu wirken. Die Vorbereitungen für die Anerkennung laufen. Auch in der Forschung sind er und sein Team aktiv. Das LUKS als Lehr- und Forschungsspital legt grossen Wert auf diese wichtigen Tätigkeiten für die Ausbildung der zukünftigen Fachpersonen. 

Das LUKS wünscht Beat Müller und seinem Team weiterhin viel Energie, Mut und Kraft für diese wichtige Arbeit. 

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