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Frauengesundheit neu gedacht: Wie der Neubau der Frauenklinik neue Massstäbe setzt

Viele Frauen zögern noch immer, über ihre Beschwerden zu sprechen – und riskieren damit, Chancen der modernen Medizin zu verpassen. Der Internationale Tag der Frauengesundheit am 28. Mai rückt genau diese Lücke in den Fokus. Am Luzerner Kantonsspital zeigt sich, wie es besser gehen kann: Mit dem Neubau der Frauenklinik entsteht eine Umgebung, die medizinische Qualität, Privatsphäre und die Bedürfnisse der Patientinnen konsequent vereint.
28. Mai 2026
Lesezeit: 3 Minuten
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Die beiden Chefärztinnen der Frauenklinik PD Dr. med. Corina Christmann (links) und Prof. Dr. med. Christine Brambs.

Prof. Dr. med. Christine Brambs und PD Dr. med. Corina Christmann, Chefärztinnen der Frauenklinik Luzern - Sursee, sehen Handlungsbedarf. «Der Tag der Frauengesundheit zeigt auf, wie wichtig es ist, gezielt auf die spezifischen Bedürfnisse von Frauen einzugehen», sagt Brambs. Noch immer gebe es medizinische Themen, über die viele ungern sprechen. «Gerade bei Beschwerden, die als unangenehm empfunden werden, warten viele Frauen zu lange», ergänzt Christmann. «Dabei könnten viele dieser Beschwerden früher erkannt und gezielter behandelt werden.»

Vorsorge als Grundlage für Gesundheit

Ein zentraler Pfeiler der Frauengesundheit bleibt die Prävention. Regelmässige gynäkologische Kontrollen sind entscheidend, um Erkrankungen früh zu erkennen. «Mit Untersuchungen wie dem PAP-Abstrich (Gebärmutterhalsbastrich) lassen sich Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs früh erkennen», erklärt Brambs. «Und ab 50 Jahren ist die Mammographie ein wichtiges Instrument zur Früherkennung von Brustkrebs.»

Auch die Behandlungsmöglichkeiten haben sich weiterentwickelt: «In unseren spezialisierten Zentren werden Patientinnen interdisziplinär betreut und individuell behandelt», so Brambs. Neben der medizinischen Behandlung spielt auch die persönliche Begleitung eine zentrale Rolle.

Tabus aufbrechen: Beckenbodenbeschwerden ernst nehmen

Beckenbodenprobleme sind ein häufiges Tabu – dazu gehören etwa Inkontinenz oder Senkungsbeschwerden, die den Alltag beeinflussen und die Lebensqualität mindern können. Gerade hier ist ein offener Umgang entscheidend. «Mit gezieltem Training lässt sich viel bewirken», sagt Christmann. «Und wenn dies nicht ausreicht, stehen heute wirksame und schonende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.» 

Der Neubau: Mehr Privatsphäre, bessere Rahmenbedingungen 

Mit der Eröffnung des Neubaus der Frauenklinik im Herbst 2026 beginnt ein neues Kapitel. Die Infrastruktur orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen von Patientinnen und ihren Familien.

«Wir schaffen eine Umgebung, die Heilung aktiv unterstützt», sagt Brambs. Licht und eine ruhige Atmosphäre folgen den Prinzipien der sogenannten Healing Architecture.

Ein zentraler Fortschritt: Im Neubau gibt es ausschliesslich Einbettzimmer. «Das bedeutet mehr Privatsphäre, mehr Ruhe und bessere Voraussetzungen für die Erholung», so Brambs.

Auch im Operationsbereich setzt der Neubau neue Standards. Die modernen OP-Säle sind auch auf minimalinvasive Eingriffe ausgerichtet, die wann immer möglich eingesetzt werden. «Diese schonenden Verfahren ermöglichen präzises Arbeiten über sehr kleine Zugänge – mit weniger Schmerzen und einer schnelleren Erholung für unsere Patientinnen», erklärt Brambs. Die modernste OP-Technologie bietet beste Voraussetzungen für hochspezialisierte Medizin, wofür die Frauenklinik vor rund einem Jahr zertifiziert wurde

Ergänzt wird dies durch eine moderne Lichttechnologie: Adaptives Raumlicht sorgt für eine gleichmässige, augenschonende Umgebung und unterstützt die Konzentration des OP-Teams – gerade bei längeren und anspruchsvollen Eingriffen.

Auch organisatorisch bringt der Neubau Vorteile. «Wir können Abläufe und Schnittstellen weiter optimieren», sagt Christmann. «Das ermöglicht uns, Behandlungsabläufe effizienter zu gestalten und die Qualität weiter zu stärken.»

Eine klare Botschaft zum Tag der Frauengesundheit

Der Internationale Tag der Frauengesundheit ist auch ein Aufruf, den eigenen Körper ernst zu nehmen. «Achten Sie auf Ihre Gesundheit und hören Sie auf die Signale Ihres Körpers», sagt Brambs. Vorsorge sei ein zentraler Schlüssel, um Erkrankungen früh zu erkennen. Christmann ergänzt: «Sprechen Sie über Beschwerden – auch über solche, die unangenehm sind. Nur so können wir gemeinsam Lösungen finden.» Gesundheit dürfe kein Tabu sein.

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