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Geschwollene Beine und Füsse wegen Hitze: Was tun?

Bei der Hitze im Sommer habe ich oft geschwollene Beine und Füsse. Woran liegt das? Was kann ich im Alltag selber dagegen machen? Soll ich Stützstrümpfe tragen? Hilft ein bestimmtes Training? Oder ist bei solchen Beschwerden gar eine ärztliche Konsultation angezeigt?
29. August 2025
Lesezeit: 2 Minuten
Rastan Aljoscha WebseiteBanner
Prof. Dr. med. Aljoscha Rastan ist Chefarzt Angiologie am LUKS Luzern.

Geschwollene Beine und Füsse sind im Sommer ein häufiges Problem, das viele Menschen betrifft. Die Ursache dafür liegt in der Hitze, die unseren Venen zu schaffen macht. Bei hohen Temperaturen weiten sich die Blutgefässe, um den Körper bei der Wärmeregulierung zu unterstützen.

Diese Ausdehnung führt jedoch dazu, dass das Blut langsamer fliesst und sich in den Beinen staut, was Schwellungen und ein unangenehmes Schweregefühl zur Folge haben kann. Besonders Menschen, die beruflich viel stehen oder sitzen müssen, sind von diesem Problem betroffen. Auch Übergewicht, Bewegungsmangel und genetische Veranlagung spielen eine Rolle bei der Entstehung der Beschwerden. Um die Symptome zu lindern, gibt es einige hilfreiche Massnahmen, die Sie ergreifen können. Eine der effektivsten Methoden ist es, regelmässig Bewegung in den Alltag zu integrieren.

Treppen steigen und Beine hochlagern

Schon einfache Übungen wie Fusskreisen oder Zehenwippen können den Blutfluss verbessern. Versuchen Sie, im Alltag mehr zu gehen und Treppen, statt Aufzüge zu nutzen, um die Muskeln zu aktivieren und den venösen Rückfluss zu fördern. Ein weiterer Tipp: Legen Sie Ihre Beine so oft wie möglich hoch, um den Blutfluss zum Herzen zu unterstützen. Solche bewussten Pausen können helfen, die Schwellungen zu reduzieren.

Strümpfe und kalte Duschen

Kompressionsstrümpfe sind ein weiteres Hilfsmittel, das Linderung verschafft. Diese speziell angefertigten Strümpfe unterstützen den venösen Rückfluss und können somit einer Schwellung entgegenwirken. Lassen Sie sich hierzu bezüglich der passenden Grössen individuell im Supermarkt oder einem Fachgeschäft beraten. Auch die Kühlung der Beine kann zur Linderung der Beschwerden beitragen. Kalte Duschen oder Fussbäder führen zu einer Verengung der Venen und somit zu einer Verminderung der Schwellungen. Zusätzlich können kühlende Gels oder Salben auf den Beinen und Füssen wohltuend wirken.

Mögliches Symptom für Venenerkrankung

Hinter ausgeprägten und/oder zunehmenden Beinschwellungen können sich fortgeschrittene Erkrankung der Venen (zum Beispiel Krampfadern) und Lymphgefässe verbergen. In diesen Fällen ist eine fachärztliche Vorstellung in der Angiologie zur Abklärung weiterer, auch invasiver Therapiemöglichkeiten sinnvoll.

Neben Venenerkrankungen können auch Herz- oder Nierenerkrankungen zu einer Schwellung der Beine führen. Wenn Sie oft unter geschwollenen Beinen leiden (besonders in Kombination mit Kurzatmigkeit und einer Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit), sollten Sie sich bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt zu einer allgemeinen Untersuchung anmelden.

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