Gesundheitstipp: Vasektomie – dauerhafte Verhütung für Männer

Was ist eine Vasektomie?
Die Vasektomie ist ein kleiner chirurgischer Eingriff mit dem Ziel, den Mann dauerhaft unfruchtbar zu machen. Der Eingriff kann ambulant durchgeführt werden. Dabei werden die Samenleiter – in der Regel zwei – im Samenstrang freigelegt, durchtrennt und abgebunden. «Damit können die Spermien nicht mehr der Samenflüssigkeit beigemischt werden», erklärt Dr. med. Leutrim Zahiti.
Nach der Operation
Auch nach der Operation ist weiterhin Vorsicht geboten. Wichtig zu beachten ist, dass Männer nach einer Vasektomie zunächst noch fruchtbar sind und weiterhin verhüten müssen. Denn nach den vorherigen Samenergüssen befinden sich in den Samenwegen meist noch lebendige, bewegliche Spermien. «Nach etwa 40 bis 60 Samenergüssen können im Samenerguss in der Regel keine Spermien mehr nachgewiesen werden», so Zahiti. Aus diesem Grund wird nach rund drei Monaten eine mikroskopische Kontrolluntersuchung durchgeführt.
Gut zu wissen
Auch nach dem Eingriff funktioniert alles wie gewohnt. Viele Männer haben Sorge, dass eine Vasektomie einen negativen Einfluss auf das Lustempfinden und die sexuelle Aktivität haben könnte. «Die Vasektomie hat keine negativen Auswirkungen auf sexueller Ebene», beruhigt Zahiti. «Die Hodenfunktion bleibt erhalten, und Testosteron wird weiterhin gebildet.»
Testosteron ist entscheidend für das Lustempfinden und die sexuelle Aktivität. Die weiterhin im Hoden gebildeten Spermien werden wieder abgebaut. Da sie nur rund ein Prozent des Samenergusses ausmachen, ist keine Veränderung erkennbar.
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