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Gynäkologische Tumoren behandeln

Die Frauenklinik Luzern hat einen Leistungsauftrag für hochspezialisierte Medizin erhalten. Das LUKS ist das einzige Spital der Zentralschweiz, das die Leistungszuteilung für die Behandlung komplexer gynäkologischer Tumoren erhalten hat.
29. Juni 2026
Lesezeit: 3 Minuten
cafkl
Prof. Dr. med. Christine Brambs, Chefärztin, Leitung Frauenklinik Luzern-Sursee, Leitung Gynäkologisches Tumorzentrum, LUKS Luzern und PD Dr. med. Corina Christmann, Chefärztin, Leitung Frauenklinik Luzern-Sursee, Leitung Urogynäkologie, LUKS Luzern

Die Behandlung komplexer gynäkologischer Tumoren bedarf spezifischer Expertise, hoher Fallzahlen, interdisziplinärer Teams und qualitativ hochstehender Infrastruktur. Deshalb wurden diese Eingriffe per Anfang 2026 erstmals in die Hochspezialisierte Medizin (HSM) integriert. Dies betrifft alle bösartigen gynäkologischen Tumoren mit Ausnahme von Karzinomen der Gebärmutterhöhle.

Schweizweit finden jährlich rund 1000 Eingriffe im Zusammenhang mit komplexen gynäkologischen Tumoren statt. Seit Januar 2026 dürfen diese Behandlungen nur an ausgewählten, spezialisierten Kliniken stattfinden. Gemäss der neuen Regelung gehören dazu schweizweit 16 Spitäler für den Bereich der Ovarial-/Tuben- und Peritonealkarzinome. Neun dieser Spitäler dürfen zudem Vulva-/Vagina- und Zervixkarzinome behandeln. Die Frauenklinik Luzern erhält beide Leistungsaufträge – als einzige Klinik in der Zentralschweiz. Die Anerkennung gilt vorläufig bis 2029.

«Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg. Er zeigt, dass das gynäkologische Tumorzentrum an unserer Frauenklinik über höchste Kompetenz in diesem Bereich verfügt – sowohl medizinisch wie auch pflegerisch.»

Prof. Dr. med. Christine Brambs, Chefärztin, Leitung Frauenklinik Luzern-Sursee

Interdisziplinäre Betreuung

Für die HSM-Anerkennung zur Behandlung der komplexen Eingriffe gelten strenge Anforderungen. Das seit Mai 2011 DKG-zertifizierte gynäkologische Tumorzentrum an der Frauenklinik am Standort Luzern des LUKS erfüllt sowohl die erforderlichen Mindestfallzahlen wie auch die qualitativen Anforderungen.
Dazu tragen insbesondere zwei erfahrene Fachärztinnen mit dem Schwerpunkt gynäkologische Onkologie bei: Prof. Dr. med. Christine Brambs und PD Dr. med. Corina Christmann, gemeinsame Leitung der Frauenklinik Luzern-Sursee. Die Spezialistinnen und Spezialisten arbeiten nicht nur im Tumorboard, sondern je nach Eingriff auch im Operationssaal interdisziplinär eng zusammen. Die enge Abstimmung mit den zuweisenden Ärztinnen und Ärzten ist ein zentraler Bestandteil unseres Behandlungskonzepts. Durch den kontinuierlichen Austausch stellen wir sicher, dass Diagnostik, Therapie und Nachsorge optimal koordiniert sind.
 

«Wichtig ist gleichzeitig ein eingespieltes Team mit Fachpersonen aus Gynäkologie, Chirurgie, Pathologie, Radioonkologie, Onkologie und Radiologie.»

PD Dr. med. Corina Christmann, Chefärztin, Leitung Frauenklinik Luzern-Sursee

Für die bestmögliche Versorgung der Patientinnen sorgt zusätzlich ein interprofessionelles Betreuungsnetz des LUKS. Es umfasst spezialisierte onkologische Pflegefachpersonen sowie Angebote wie Ernährungsberatung, Physiotherapie und Psychoonkologie.

Modernste Operationssäle

Zu den Kriterien für eine HSM-Anerkennung gehört auch, dass die Klinik im Bereich der gynäkologischen Onkologie in der Ausbildung, Lehre und Forschung (www.luks.ch/forschung) aktiv ist. Die HSM-Anerkennung kommt zu einem passenden Zeitpunkt: Am LUKS wird sich im Herbst 2026 die Behandlung und Betreuung von Patientinnen mit gynäkologischen Tumoren noch zusätzlich verbessern. Mit dem Bezug der neuen Frauenklinik stehen Operationssäle mit neuester Technologie zur Verfügung – darunter insbesondere auch für minimalinvasive Eingriffe. Allen Patientinnen werden zudem in Zukunft Einzelzimmer zur Verfügung stehen. Die entsprechende Privatsphäre und die Ruhe werden mithelfen, sich nach einem Eingriff bestmöglich zu erholen.

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