Herzensangelegenheit «Lehre»

Als akademisches Lehrinstitut kann es das Luzerner Kantonsspital heute in der medizinischen Lehre mit den Universitätskliniken der Schweiz aufnehmen. Der Weg hierhin führte über die erste Herzoperation von 1995.

1. Januar 2021

Lesezeit: 2 Minuten
intensivpflegebett heute

Seit Ende der 60er-Jahre schritt das Luzerner Kantonsspital seiner Entwicklung zum Teaching Hospital entgegen: Mit dem Einzug hochqualifizierter Ärzte in leitende Führungspositionen wurde auch die Ausbildung von Medizinstudenten möglich. Mit dem Entscheid der Stimmberechtigten, die «delegierte Herzchirurgie» am Luzerner Kantonsspital zu ermöglichen, erreichte das Spital 1994 einen Meilenstein.

«Delegiert» waren die Eingriffe, weil sie zunächst durch einen Vertrag mit der Basler Universitätsklinik zustande kamen: Die Operationen wurden durchwegs vom damals zuständigen Basler Chefarzt Peter Stulz vorgenommen. Die gesamte Equipe im Operationssaal neben dem eigentlichen Operationsteam aber habe ausschliesslich aus Luzerner Fachleuten bestanden, wie Stulz gegenüber den «Luzerner Neusten Nachrichten» deutlich machte.

Voraussetzung war die Lernbereitschaft des medizinischen Personals

Voraussetzung für die Herzchirurgie war demnach neben der Anpassung der Infrastruktur die hohe Lernbereitschaft des medizinischen Personals. Mittels mehrwöchiger Praktika hatte man sich auf die neue Herausforderung vorbereitet – mit Erfolg: 1998 lag die Erfolgsquote der geglückten Operationen über dem internationalen Durchschnitt. Knapp drei Jahre nach Peter Stulz’ erstem Eingriff in Luzern am 5. September 1995 waren es bereits über 350 Herzoperationen, die im Spital durchgeführt wurden. Beim Grossteil der durchgeführten Operationen handelte es sich um koronare Bypass-Operationen, die es ermöglichen, verengte und verstopfte Gefässabschnitte zu überbrücken und damit die Durchblutung des Herzens zu verbessern.

Während man Ende der 90er-Jahre eigentlich «nur» auf eine fachliche Weiterentwicklung gehofft hatte, so entwickelte sich das Luzerner Kantonsspital dank der progressiven Strategie selbst zum akademischen Lehrspital der Spitzenklasse – samt eigenem Herzzentrum.
 

Versorgungsnetz Region Zentralschweiz

Am Herzzentrum behandeln unsere Spezialisten der Kardiologie, Herzchirurgie und Rehabilitation die Herz-Kreislauf-Patienten der Zentralschweiz. Wir sind rund um die Uhr Ansprechpartner für regionale Spitäler sowie Fach- und Hausärzte. Zum Herzzentrum gehören auch die Kardiologien der Spitäler Sursee und Wolhusen.

Höchste Standards

Als akademisches Lehrspital (A-Klinik) gelten bei uns die Standards einer Universitätsklinik: Erfahrung, Qualität, Forschung, Innovation. Wir entwickeln uns fachlich permanent weiter. Bei sehr seltenen Eingriffen wie Transplantationen arbeiten wir mit den Unikliniken Bern und Zürich zusammen.

Rehabilitation und Nachbetreuung

Unsere Teams stellen fachübergreifend sicher, dass Sie als Herzpatient möglichst rasch wieder Lebensqualität zurückgewinnen. Die Rehabilitation und die engmaschige Betreuung durch Ihren Hausarzt sind entscheidend für Ihre Perspektive.
 

Die Geschichte vom Luzerner Kantonsspital

Dieser Beitrag ist ein Teil der Serie "Die Geschichte des Luzerner Kantonsspitals - In 750 Jahren vom den Benediktinerkloster bis zur künstlichen Intelligenz."

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