LUKS ist anerkannte Weiterbildungsstätte für invasive Neuroradiologie

Die Neuroradiologie am Luzerner Kantonsspital (LUKS) ist erst als zweites nicht-universitäres Spital der Schweiz neu eine anerkannte Weiterbildungsstätte für invasive Neuroradiologie. Voraussetzungen dafür sind neben dem umfangreichen internen Weiterbildungsangebot jährlich mindestens hundert Eingriffe an Hirn oder Rückenmark. Auch Patientinnen und Patienten profitieren.

19. Februar 2021

Lesezeit: 3 Minuten
Neuroangiographie

Die Anerkennung als Weiterbildungsstätte für invasive Neuroradiologie ist unter anderem auf das neue Kopf-Katheterlabor des LUKS zurückzuführen. Dieses erlaubt eine noch sicherere und effizientere Behandlung etwa von Schlaganfällen oder Hirnblutungen. Nur sieben Spitäler in der Schweiz dürfen Weiterbildungen in diesem Bereich anbieten, darunter die fünf Uni-Spitäler der Schweiz und neu auch das LUKS. Die Hürden für diese Anerkennung durch das Schweizerische Institut für ärztliche Weiterbildung sind hoch: Jährlich mindestens 100 Eingriffe an Hirn oder Rückenmark, mindestens zwei Schwerpunkt-Spezialisten für sogenannte invasive Neuroradiologie, methodisch und inhaltliche vollständige Weiterbildung in diesem Fachgebiet. Eine weitere Voraussetzung ist es, gleichzeitig auch als Weiterbildungsstätte für diagnostische Neuroradiologie anerkannt zu sein. Am LUKS werden aktuell zirka 400 diagnostische Katheter-Angiographien (Sichtbarmachung von Gefässen durch Kontrastmittel) am Gehirn und rund 200 operative Eingriffe in diesem Fachbereich vorgenommen.

von Hessling Alexander WebseiteBanner

Die Katheterbehandlung beim Schlaganfall ist eine der nachweislich effektivsten Behandlungen in der Medizin überhaupt.

Dr. med. Alexander von Hessling, Sektionsleiter Neuroradiologie am LUKS

Dank der Anerkennung kann das LUKS künftig die anspruchsvolle Schwerpunkt-Ausbildung zum Neuroradiologie-Spezialisten anbieten. Diese dauert nach erfolgter staatlicher Zulassung als Arzt nochmals mindestens neun Jahre – eine der längsten Ausbildungen im schweizerischen Gesundheitswesen.

Innovation und internationale Vernetzung

Die Neuroradiologie des LUKS arbeitet als eines der ersten zehn Spitäler weltweit mit der neusten Generation von Neuroangiographieanlagen. Diese  Geräte erlauben Eingriffe mit maximaler Präzision dank 3D-Bildführung und minimalster Strahlenbelastung. Ferner sind neue Behandlungsmethoden möglich wie die Behandlung von Aneurysmen (krankhafte Gefässerweiterung einer Hirnschlagader). Eine eigens für diesen Zweck entwickelte Kommunikationsplattform (Tegus) ermöglicht es, zu komplexen Eingriffen andere Spezialisten aus aller Welt virtuell ins Luzerner Kopf-Katheterlabor einzuladen und bei technischen Details beratend zur Seite zu stehen (Tele-Proctoring).

Effektive und effiziente Behandlung

«Für eine optimale Versorgung der Region mit gut 700'000 Einwohnern ist es wichtig, diese hochspezialisierte Dienstleistung wohnortsnah anbieten zu können», sagt Dr. med. Alexander von Hessling, Sektionsleiter Neuroradiologie am LUKS. «Beim Schlaganfall zählt jede Sekunde. In vielen Fällen ist er durch schnelles Eingreifen behandelbar. Die Katheterbehandlung beim Schlaganfall ist eine der nachweislich effektivsten Behandlungen in der Medizin überhaupt.» Keine andere Methode habe einen so grossen positiven Einfluss auf die Genesung der Patienten: In vielen Fällen könne den Betroffenen dadurch eine Pflegebedürftigkeit erspart oder diese reduziert werden.

Wichtig ist bei einem so zeitkritischen Notfall wie einem Hirnschlag in jedem Fall eine schnelle Zuweisung in ein dafür geeignetes Spital wie das LUKS. Für eine optimale Behandlung ist eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachleuten von Anästhesie, Notfall, Intensivstation, Neurochirurgie und Neurologie nötig, wie sie am LUKS unter anderem mit dem Neurozentrum gewährleistet ist.

Neurozentrum: Spitzenmedizin mit höchsten Qualitätsansprüchen

Das Neurozentrum des LUKS gehört schweizweit zu den führenden Institutionen für Erkrankungen des Nervensystems. Ob ein Schlaganfall, eine Schädelhirn-Verletzung oder andere akute oder chronische Erkrankungen des Nervensystems: Spezialisten der Neurochirurgie, Neuroradiologie und Neurologie sind rund um die Uhr bereit, um Betroffene kompetent und rasch zu behandeln. Im Neurozentrum werden Diagnostik und Behandlung zwischen den Fachleuten koordiniert, so dass die Abklärungen im Idealfall in wenigen Tagen abgeschlossen werden. Behandlungsvorschläge durch die Spezialisten erfolgen unmittelbar. Das Neurozentrum betreibt mit grossem Engagement der Spezialistinnen und Spezialisten in der Forschung und dank nationaler und weltweiter Vernetzung Spitzenmedizin mit höchsten Qualitätsansprüchen.

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