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LUKS Sursee: Kürzere Aufenthaltsdauer im Wochenbett bei unkomplizierten Geburten

Die Frauenklinik des Luzerner Kantonsspital (LUKS) harmonisiert an ihren Standorten in Luzern und Sursee die Aufenthaltsdauer nach Geburten. Nach Erfahrungen in Luzern wird auch in Sursee ab dem 1. März 2026 eine verkürzte Aufenthaltsdauer angeboten. Die qualitativ hochstehende medizinische und pflegerische Betreuung bleibt sichergestellt – stationär wie auch ambulant.
2. März 2026
Lesezeit: 2 Minuten
symbolbild mutter baby

Viele Mütter schätzen heute eine selbstbestimmte Gestaltung der ersten Tage nach der Geburt und empfinden die vertraute Umgebung zuhause als unterstützend für die Erholung und das Kennenlernen ihres Babys. Die Frauenklinik Luzern – Sursee ermöglicht deshalb nach einer unkomplizierten Spontangeburt optional einen früheren Austritt nach zwei Nächten. Voraussetzung ist eine gute gesundheitliche Situation von Mutter und Kind.

In medizinisch begründeten Fällen oder wenn sich eine Frau noch nicht bereit für den Austritt fühlt, wird der Aufenthalt individuell angepasst und bei Bedarf verlängert. Die Sicherheit und das Wohl von Mutter und Kind stehen jederzeit im Zentrum.

Individuelle Entscheidung gemeinsam mit den Frauen
Der geplante Austrittstermin wird nach dem Eintritt auf der Mutter-Kind-Abteilung im persönlichen Gespräch zwischen der zuständigen Pflegefachperson und der Mutter festgelegt. «Uns ist wichtig, dass die Frauen gut informiert sind und sich ernst genommen fühlen», sagt Dr. med. Naghmeh Ghaem Maghami, Chefärztin Frauenklinik am LUKS Sursee. «Wenn eine Frau mehr Zeit im Spital benötigt oder wünscht, suchen wir gemeinsam nach einer passenden Lösung.»

Bewährte Praxis an beiden Frauenklinik-Standorten
Seit Oktober 2025 ist die Frauenklinik in Luzern und Sursee standortübergreifend organisiert. In Luzern wird der Austritt nach zwei Nächten bei stabiler gesundheitlicher Situation bereits umgesetzt. Diese bewährte Praxis wird nun standortübergreifend harmonisiert.

Ambulante Nachbetreuung sichergestellt
Die Betreuung nach dem Austritt erfolgt in der Regel durch freiberufliche Hebammen. Diese wurden im Vorfeld durch die Verantwortlichen über die angestrebte Harmonisierung informiert und offene Fragen wurden gemeinsam diskutiert. Die Organisation der Termine erfolgt selbständig durch die Patientinnen. Falls dabei Schwierigkeiten auftreten, bietet das LUKS Unterstützung an – etwa durch ambulante pflegerische Nachkontrollen oder Beratungen am Spital. Zusätzlich betreibt das LUKS eine ambulante Sprechstunde und Anlaufstelle für die Eltern der Neugeborenen. Diese stellt sicher, dass Babys, die zusätzliche Kontrollen benötigen, zeitnah untersucht und begleitet werden – insbesondere auch dort, wo Kinderarztpraxen kurzfristig an ihre Kapazitätsgrenzen stossen.

«Wenn medizinisch alles stabil ist und die Nachbetreuung ambulant gut sichergestellt werden kann, ist ein früherer Austritt für viele Familien ein Gewinn», so Prof. Dr. med. Christine Brambs und PD Dr. med. Corina Christmann, Chefärztinnen und Gesamtleiterinnen Frauenklinik Luzern und Sursee.» Gleichzeitig erlaubt dies der Frauenklinik, Ressourcen und Kapazitäten gezielter und bedarfsgerechter einzusetzen. Im Zentrum stehen jedoch immer die Bedürfnisse von Mutter und Kind sowie der Wunsch vieler Familien, die erste gemeinsame Zeit früh zuhause zu verbringen.

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