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LUKS übergibt diesjährigen First Responder Award

Die Stützpunktfeuerwehr Stans erhält den First Responder Award. Die First Responder sind ein wichtiger Bestandteil der Überlebenskette und tragen entscheidend dazu bei, die Überlebenschancen von Betroffenen bei einem Herzstillstand zu erhöhen. Mitglieder der Stützpunktfeuerwehr Stans zeigen ein sehr hohes Engagement und sind nahezu bei jeder Reanimation in Stans und Umgebung verfügbar.
13. März 2026
Lesezeit: 3 Minuten
Übergabe First Responder Award
Applaus für die Stützpunktfeuerwehr Stans.

In den vergangenen sieben Jahren hat sich das First Responder-System in den Kantonen Luzern, Nidwalden, Obwalden, Uri und dem Bezirk Küssnacht etabliert, um die medizinische Versorgung der Zentralschweizer Bevölkerung bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zu erweitern und zu verbessern. Die First Responder sind ehrenamtliche Ersthelfende, die im Ernstfall von der Notrufzentrale 144 aufgeboten werden. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer verfügen über eine spezielle Ausbildung in Wiederbelebung (Basic Life Support, BLS) und in der Anwendung von automatischen externen Defibrillatoren (AED).

Das LUKS und das Netzwerk First Responder Zentralschweiz verleihen den «First Responder Award 2025» an die Stützpunktfeuerwehr Stans. «Die First Responder der Stanser Feuerwehr überzeugen mit sehr hohem Engagement und sind nahezu bei jeder Reanimation in Stans und Umgebung verfügbar», sagt Florian Aschbrenner, CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung des Luzerner Kantonsspitals. Diesen Freitag, 13. März 2026, wurde der Stützpunktfeuerwehr eine entsprechende Urkunde übergeben. Procamed, Sponsor des Netzwerkes First Responder Zentralschweiz, steuerte einen Defibrillator bei. Der AED wird bei der Stützpunktfeuerwehr an der Oberen Spichermatt 10 in Stans platziert. 

First Responder erhöhen nachweislich Überlebenschancen

«Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute», sagt KD (Klinischer Dozent) Dr. med. Micha Dambach, Chefarzt des Rettungsdienstes des LUKS. «Es ist sehr schön zu sehen, mit welchem Engagement sich die First Responder der Stanser Feuerwehr für die Gesundheit der Bevölkerung einsetzen.» Mittlerweile sind rund 3'400 First Responder im gesamten Netzwerk aktiv und leisteten im vergangenen Jahr 310 Einsätze, davon 26 im Kanton Nidwalden. Sie bilden ein zusätzliches Glied in der Überlebenskette und leisten so einen wichtigen Beitrag für das Überleben der Patientinnen und Patienten. Für das Überleben ist entscheidend, dass neben der raschen Alarmierung des Rettungsdienstes möglichst rasch mit Wiederbelebungsmassnahmen begonnen wird. Mit jeder Minute, in der die betroffene Person unbehandelt bleibt, sinkt die Chance auf eine erfolgreiche Wiederbelebung. «Ein weiterer zentraler Punkt ist die schnelle Verfügbarkeit eines AEDs», sagt Micha Dambach.

Unterstützung für das Projekt

Im Kanton Luzern wurde das First Responder-System vom LUKS mit massgeblicher ideeller und finanzieller Unterstützung des kantonalen Gesundheits- und Sozialdepartements aufgebaut. Inzwischen ist das Netzwerk «First Responder Zentralschweiz» in den Kantonen Luzern, Nidwalden, Obwalden und Uri sowie im Bezirk Küssnacht erfolgreich etabliert. Nebst den genannten Involvierten wird First Responder Zentralschweiz von den Sponsoren Procamed AG und Smedex AG unterstützt.

André Imboden, Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Stans, nahm den Award entgegen. «Ich freue mich über den Award, den ich stellvertretend für alle First Responder unserer Feuerwehr entgegennehmen durfte», sagt Imboden. «Die Bereitschaft unserer First Responder, in Notsituationen für andere da zu sein, liegt tief in der DNA der Feuerwehr. Ihr freiwilliges Engagement für die Gesundheit und Sicherheit unserer Gemeinde kann nicht hoch genug geschätzt werden.»

Die Nidwaldner Regierung würdigt die Auszeichnung der Stützpunktfeuerwehr Stans als wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung im Kanton. Gesundheits- und Sozialdirektor Peter Truttmann betont: «Die schnelle Hilfe der First Responder überbrückt jene kritischen Minuten, die über Leben und Tod entscheiden können. Es erfüllt mich mit grossem Stolz zu sehen, wie viele Nidwaldnerinnen und Nidwaldner bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Menschen in Not beizustehen.» Mit dem First Responder Award werde nicht nur die Stützpunktfeuerwehr Stans geehrt, sondern auch das breite ehrenamtliche Engagement im ganzen Kanton sichtbar gemacht.

Sofortige Alarmierung entscheidend

Auch wenn mit den First Respondern die notfallmedizinische Versorgung verbessert und damit die Überlebenschancen erhöht werden, ist im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstands entscheidend, dass die Betroffenen so schnell wie möglich professionell betreut werden können. Klassische Symptome sind fehlende oder abnormale Atmung, plötzliche Bewusstlosigkeit, keine Reaktion auf Ansprechen oder äussere Reize (z.B. Kneifen). Es handelt sich um einen absoluten Notfall, deshalb muss unverzüglich die Notrufnummer 144 alarmiert werden.

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