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Neue interdisziplinäre Venensprechstunde am Gefässzentrum

Patientinnen und Patienten mit Venenerkrankungen sollten stets die für sie individuell beste Behandlung erhalten. Hierfür wurde am Gefässzentrum des Luzerner Kantonsspitals (LUKS) eine interdisziplinäre Venensprechstunde von Angiologie und Gefässchirurgie etabliert.
6. Dezember 2022
Lesezeit: 2 Minuten
Beckmann, Hellenschmidt, Stellmes
Von links: Dr. med. Marianne Beckmann, Dr. med. Dorothee Hellenschmidt und Dr. med. Arno Stellmes

In einer einzigen Konsultation werden hier Patientinnen und Patienten durch ein interdisziplinäres Team von Angiologie und Gefässchirurgie untersucht. Neben der ausführlichen Erhebung der Krankengeschichte und dem spezifischen Untersuchungsbefund der Venen erfolgt eine ausführliche Duplex-Sonographie des tiefen- und oberflächlichen Venensystems. Unter Berücksichtigung der Beschwerden und der Untersuchungsergebnisse wird eine individuelle Behandlungsstrategievorgeschlagen. Dabei stehen dem Gefässzentrum alle konservativen, minimal-invasiven und operativen Behandlungsverfahren mit einer grossen Expertise zur Verfügung. 

Wundexpertinnen in der Sprechstunde

Häufig kann direkt im Anschluss an die Sprechstunde – falls notwendig – eine Besprechung mit den Kolleginnen und Kollegen der Anästhesie zur Wahl des optimalen Narkose-Verfahrens erfolgen. Wunden (venöse Ulcera) werden von unseren spezialisierten Wundexpertinnen versorgt.  Gegebenenfalls können auch notwendige chirurgische Wundsäuberungen  in die Wege geleitet werden. Bei sehr komplexen Fällen kann eine intensive Weiterbetreuung durch unsere Wundspezialistinnen/oder-spezialisten angeboten und gewährleistet werden.

Optimal versorgt bei Venen- und anderen Gefässerkrankungen

Auch mögliche Folgen einer tiefen Beinvenenthrombose (postthrombotisches Syndrom) oder Erkrankungen der tiefen Beckenvenen (z.B. Pelvic-Congestion-Syndrom / Beckenvenen-Stauungssyndrom) werden im Rahmen der interdisziplinären Venensprechstunde abgeklärt. 

Sollten andere Probleme wie Durchblutungsstörungen vorliegen, können diese durch die anwesenden Gefässspezialistinnen und -spezialisten direkt erkannt und andere Untersuchungen (Durchblutungsmessung, Ultraschall der Schlagadern usw.) in die Wege geleitet werden.
Bei Verdacht auf komplexere Gefässerkrankungen wie Gefässmalformationen oder andere z.B. genetische Gefässerkrankungen können diese im interdisziplinären Team am Zentrumsspital direkt erkannt und weiter abgeklärt werden. 

Notfalldienst rund um die Uhr

Das interdisziplinäre Gefässzentrum gewährleistet rund um die Uhr und jeden Tag einen Notfall-Dienst, so dass akut auftretende Venenprobleme wie eine tiefe Beinvenenthrombose oder eine oberflächliche Venenentzündung jederzeit und schnell einer Therapie zugeführt werden können.  

Vorteile für Patientinnen und Patienten:

  • Nur ein Sprechstundentermin notwendig, da Spezialistinnen und Spezialisten der Angiologie und Gefässchirurgie die Beurteilung gemeinsam durchführen
  • Umfassende klinische Untersuchung und exakte Diagnostik mit Duplex-Ultraschalluntersuchung des oberflächlichen und tiefen Venensystems durch erfahrene Expertinnen und Experten
  • Interdisziplinäre Besprechung und Auswahl der besten, individuellen Behandlungsoption, alle gängigen Behandlungsverfahren verfügbar
  • Klar formulierte, leitliniengerechte Behandlungsempfehlung 
  • Stadiengerechte, auch allfällige klare Empfehlung zum konservativen Vorgehen
  • Ambulante Eingriffe unter lokaler Betäubung oder verschiedener anderer Narkoseverfahren je nach Patientenwunsch
  • Bbei bestehenden Wunden Empfehlungen zur Wundbehandlung, Optimierung des Verbandsmaterials
  • Anpassung von Kompressionsstrümpfen direkt in der Sprechstunde 
  • Ausschluss bzw. schnelles Erkennen anderer Gefässprobleme wie zum Beispiel Durchblutungsstörungen
  • Auch komplexere Fragestellungen bei selteneren Venen-/Gefässerkrankungen können beantwortet werden

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