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Neuerungen in der Klinik für Urologie

Die Klinik für Urologie des Luzerner Kantonsspitals (LUKS) am Standort Luzern bietet in erneuerten Räumlichkeiten seit kurzem eine neuro-urologische Spezial-Sprechstunde an. Zudem wird dank neuen Geräten das Behandlungsspektrum erweitert und die Flexibilität im Nierensteinzentrum erhöht. Es werden die neusten Methoden der Nierensteinentfernung angewendet. Die meisten Eingriffe werden ambulant durchgeführt, was medizinisch sinnvoll ist und die Patientenzufriedenheit steigern konnte.
3. Dezember 2023
Lesezeit: 2 Minuten
Marko Kozomara-Hocke, Agostino Mattei und Philipp Baumeister (von links) in den erneuerten Räumlichkeiten.

Die Bauarbeiten sind nun abgeschlossen, die neuen Geräte geliefert und die Gänge geputzt. Auf dem fünften Stock der Klinik für Urologie ist wieder der Alltag eingekehrt. Und doch ist einiges anders als früher.

Optimal zugeschnittene neuro-urologische Diagnostik und Behandlung bei Blasenbeschwerden

Mit den Anpassungen in den Sprechstunden- und Untersuchungszimmern wurden optimale Bedingungen für die neuro-urologische Sprechstunde geschaffen. Dieses Angebot wird durch Dr. med. Marko Kozomara-Hocke abgedeckt, der Ende 2022 als Leitender Arzt an der Klinik für Urologie seine Tätigkeit in Luzern aufnahm. Er verfügt über einen Facharzt für Urologie, über einen Schwerpunkt in der Neuro-Urologie FMH sowie über ein Diplom in psychosomatischer Urologie.

In den erneuerten Räumlichkeiten sind nebst den bisherigen urodynamischen Blasendruck-Messungen auch video-urodynamische Untersuchungen möglich. Dabei wird die Harnblase mit Kontrastmittel gefüllt, während ein Röntgengerät Aufnahmen macht. «Mit diesem Verfahren können Form und Funktion des Harntraktes gleichzeitig beurteilt werden», erklärt Dr. med. Kozomara-Hocke. Gerade bei den vielseitigen neurologischen Krankheitsbildern wie zum Beispiel Parkinson, Multiple Sklerose, Schlaganfall, aber auch nach Operationen, Unfällen oder im fortgeschrittenen Alter kann eine Blasenschwäche auftreten. Durch diese Untersuchung kann eine individuelle Analyse der Blase und deren Funktionen erfolgen und die optimale, auf die Patientinnen und Patienten zugeschnittene Behandlung gewählt werden.

Neue Methoden zur Nierensteinentfernung

Die erneuerten Behandlungsräume kommen auch dem Nierensteinzentrum zugute. Dank einem zweiten endo-urologischen Behandlungstisch kann die Flexibilität erhöht werden. So ist künftig die parallele Untersuchung eines Notfalls mit unmittelbarer Behandlung trotz bereits laufender Operationen besser möglich.

«Wir verfügen zudem neu über zwei moderne Lasersysteme», sagt Dr. med. Philipp Baumeister, Leitender Arzt der Klinik für Urologie und Leiter des Nierensteinzentrums. «Mit Lasertherapie oder Stosswellentherapie werden Steine zerteilt, pulverisiert oder entfernt.» Die Behandlung erfolgt minimalinvasiv. «Dank dem Ausbau unserer Infrastruktur können wir unserer Aufgabe als Akut- und Zentrumspital noch besser und flexibler nachkommen und den grossen Patientenandrang auffangen. Terminverschiebungen, Absagen und lange Wartezeiten lassen sich so eher vermeiden.

Konsequente Umsetzung von ambulant vor stationär

Die Zertrümmerung von Nierensteinen mit Lasertherapie oder Stosswellentherapie wird am LUKS ambulant durchgeführt. Mittlerweile ist dies für die Stosswellentherapie eine politische Vorgabe. Das LUKS und namentlich die Klinik für Urologie fördern seit jeher ambulante Behandlungen zum Nutzen der Patientinnen und Patienten. «Aus medizinischer Sicht sind wir überzeugt, dass wo möglich die ambulante Durchführung von Eingriffen zum Wohl der Patientinnen und Patienten ist»», sagt Prof. Dr. med. Agostino Mattei, Chefarzt Urologie. «Kommt hinzu, dass wir damit einen Beitrag für ein kosteneffizientes Gesundheitssystem leisten.»

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