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Patientensicherheit am LUKS: Wenn Zuhören Leben rettet

Patientensicherheit braucht mehr als Checklisten, Standards und technisch sichere Systeme. Entscheidend ist auch eine (Sicherheits-)Kultur, in der Mitarbeitende aufmerksam zuhören, Bedenken äussern und voneinander lernen. Genau darum ging es während der Patientensicherheitswoche am Luzerner Kantonsspital (LUKS). 
18. September 2026
Lesezeit: 2 Minuten
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Einen besonderen Impuls setzte Dr. Mark T. Hofmann, Kriminalanalyst und Wirtschaftspsychologe. Er zeigte, was sich aus dem Profiling für den Spitalalltag lernen lässt: Menschen aufmerksam beobachten, ihre Motive verstehen und darauf eingehen. 

«Wenn man so will, ist Empathie das letzte menschliche Alleinstellungsmerkmal gegenüber der KI», sagte Hofmann. Gerade im Kontakt mit Patientinnen und Patienten sei es wichtig, zuzuhören, verständlich zu erklären und Erwartungen zu klären. 

Denn was für Mitarbeitende zum Berufsalltag gehört, kann für Patientinnen und Patienten ein aussergewöhnlicher und belastender Moment sein. Im Spital treffen deshalb unterschiedliche Perspektiven aufeinander. Diese wahrzunehmen und zu verstehen, ist ein wesentlicher Teil von Empathie und Patientensicherheit. 

Hofmann empfahl, Menschen ausreden zu lassen, offene Fragen zu stellen und aufmerksam zu beobachten. Sein Fazit: Auch wenn im Spitalalltag Zeit knapp ist, lohnt es sich, sie bewusst für Kommunikation einzusetzen. 

Offen sprechen, gemeinsam sicherer handeln 

Wie wichtig Kommunikation auch innerhalb von Behandlungsteams ist, zeigte das Team der Anästhesie mit «Fit to fly & Ready to check out». Strukturierte Briefings vor Eingriffen, Debriefings nach kritischen Situationen und das offene Ansprechen von Unsicherheiten helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und gemeinsam daraus zu lernen. 

Eine wichtige Voraussetzung dafür ist psychologische Sicherheit: Mitarbeitende sollen Fragen stellen und Bedenken äussern können – unabhängig von Funktion oder Hierarchie. So entsteht ein Umfeld, in dem Aufmerksamkeit, gegenseitiges Vertrauen und offene Kommunikation zur Patientensicherheit beitragen. 

Sepsis früh erkennen 

Ein weiterer Schwerpunkt der Woche lag auf der Früherkennung von Sepsis. Als Pilotspital im Swiss Sepsis Programm setzt das LUKS auf digitale Frühwarnsysteme, gezielte Schulungen und berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit. Ziel ist es, gefährdete Patientinnen und Patienten möglichst früh zu erkennen und rasch zu handeln. 

Sicherheit beginnt mit Aufmerksamkeit 

Die Patientensicherheitswoche macht deutlich: Sichere Medizin braucht Fachwissen, verlässliche Prozesse und moderne Technologien. Ebenso wichtig sind Aufmerksamkeit, Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen. 

Oder ganz einfach: Menschen zuhören, ihre Perspektive verstehen und Bedenken ernst nehmen. Denn manchmal können wenige zusätzliche Sekunden Aufmerksamkeit einen entscheidenden Unterschied machen.

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