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Zu wenig Gemüse, zu viel Zucker: Studie menuCH-Kids zeigt Ernährungsdefizite bei Kindern

Die erste nationale Studie zur Ernährung von Kindern und Jugendlichen zeigt Handlungsbedarf: Zu wenig Früchte, Gemüse und Bewegung stehen einem hohen Konsum von Fleisch und Süssgetränken gegenüber. Das Kinderspital Zentralschweiz (KidZ) mit Franziska Righini-Grunder als lokaler Studienleiterin war mit seinem Studien- und Forschungszentrum an der Durchführung der Studie in der Zentralschweiz beteiligt. Damit stärkt es seine Rolle in Forschung und Prävention.
23. Januar 2026
Lesezeit: 2 Minuten
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Bildquelle: Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen

Die Schweiz verfügt erstmals über eine umfassende nationale Übersicht zur Ernährung von Kindern und Jugendlichen. Die vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) initiierte Studie menuCH-Kids zeigt, dass die Ernährung meist ausreichend Energie liefert. Zudem ist das Frühstück weit verbreitet und die Risikofaktoren für chronische Krankheiten sind im internationalen Vergleich eher gering. Dennoch besteht Handlungsbedarf:

  • 13 % der Kinder und Jugendlichen sind übergewichtig oder adipös.
  • Nur 18 % erreichen die Empfehlung von fünf Portionen Früchten und Gemüse pro Tag.
  • Der Konsum von Fleisch und Süssgetränken ist hoch, während Vollkornprodukte und Nüsse selten gegessen werden.
  • Die körperliche Aktivität ist in vielen Altersgruppen unzureichend.

Die Studie basiert auf Daten von 1852 gesunden Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren aus allen Sprachregionen und liefert eine solide Grundlage für nationale Ernährungsempfehlungen und Präventionsstrategien. Das KidZ konnte als Studienzentrum 242 gesunde Kinder aus der Zentralschweizer Bevölkerung in die Studie einschliessen. 

Die Studie war die erste ihrer Art am LUKS, die vollständig im Klinikinformationssystem LUKiS integriert wurde.

Dr. med. Franziska Righini-Grunder, lokale Studienleiterin und Leitende Ärztin

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Dr. med. Franziska Righini-Grunder

Dr. med. Franziska Righini-Grunder, lokale Studienleiterin und Leitende Ärztin der pädiatrischen Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung am KidZ, betont: «Dank des grossen Engagements unseres Studien- und Forschungszentrumteams – vom Leitungsteam PD Dr.med. Michael Büttcher und Katja Hrup, Yvonne Schuhmacher als Study Nurse, über die Ernährungsberaterinnen Anja Koch und Nadine Kaufmann bis hin zur Clinical Trial Unit und EPIC research – konnten wir die Studie erfolgreich umsetzen. Sie war die erste ihrer Art am Luzerner Kantonsspital, die vollständig im Klinikinformationssystem LUKiS integriert wurde. Damit übernehmen wir eine Vorreiterrolle auf nationaler Ebene.»  

Die Erhebung liefert erstmals umfassende Daten zum Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz. PD KD Dr. med. Michael Büttcher, Leiter Studien- und Forschungszentrum am KidZ erklärt: «Mit der Teilnahme an dieser Studie setzen wir uns für die Gesundheit der jungen Generation ein». Sie bildet eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Prävention, beeinflusst gesundheitspolitische Entscheidungen und ermöglicht zahlreiche Folgeprojekte. In einem dieser Folgeprojekte zum Thema Gendermedizin wird auch das KidZ mit Franziska Righini-Grunder weiter aktiv vertreten sein (SNF-Projekt NRP 83). Der Datensatz der menuCH-Kids-Studie wird vom  Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen für weitere Forschungsarbeiten zur Verfügung gestellt (Home - FSVO Data Repository)

Mehr Information zur Studie: www.menuchkids.ch

Mit der Teilnahme an dieser Studie setzen wir uns für die Gesundheit der jungen Generation ein.

PD KD Dr. med. Michael Büttcher, Leiter Studien- und Forschungszentrum am KidZ

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PD KD Dr. med. Michael Büttcher

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