Gastroenterologie und Hepatologie
LUKS Luzern | Universitäres Lehr- und Forschungsspital
Magenspiegelung (Gastroskopie)
Was ist eine Magenspiegelung?
Bei der Magenspiegelung werden Speiseröhre, Magen sowie Zwölffingerdarm mit einem Videoendoskop untersucht. Dabei können eine Vielzahl an krankhaften Veränderungen erkannt werden. Die Untersuchung wird nach intravenöser Gabe eines Schlafmittels (Propofol) vorgenommen. Sie dauert ca. 15 Minuten und wird meist ambulant durchgeführt. Insgesamt (mit Vor- und Nachbereitung) sollten Sie mit einer Aufenthaltsdauer von ca. 1-2 Stunden rechnen. Nach der Untersuchung dürfen Sie den ganzen Tag nicht Auto fahren.
Vorbereitung zur Magenspiegelung
Vor einer Magenspiegelung braucht es keine spezielle Vorbereitung. Einzig dürfen Sie ab Mitternacht keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen. Klare Flüssigkeiten (Wasser oder ungesüsster Tee, aber KEINE Milch) sind bis zwei Stunden vor der Untersuchung erlaubt, bis dann können Sie auch Ihre regulären Medikamente mit wenig Wasser einnehmen, sofern keine anderslautende ärztliche Anordnung vorliegt. Insbesondere Blutverdünner müssen manchmal pausiert werden.
Welche Komplikationen können bei einer Magenspiegelung auftreten?
Nach der Magenspiegelung kann es kurzzeitig zu Bauchschmerzen oder Völlegefühl kommen, weil der Magen während der Untersuchung mit CO2 (Kohlenstoffdioxid) aufgeblasen wird. Insgesamt ist die diagnostische Magenspiegelung (ohne Intervention) sehr risikoarm und schwere Komplikationen treten kaum auf. Selten kann das Schlafmittel (Propofol) das Herz oder die Atmung kurzzeitig beeinträchtigen.