Gastroenterologie und Hepatologie
LUKS Luzern | Universitäres Lehr- und Forschungsspital
Magenspiegelung mit Ultraschall (Obere Endosonographie)
Was ist eine obere Endosonographie?
Die obere Endosonographie ist eine Kombination aus Magenspiegelung und innerer Ultraschall-Untersuchung, womit einerseits die Wandstrukturen von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm beurteilt werden können, andererseits aber auch benachbarte Organe wie Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Bei Bedarf können auch Gewebeproben aus der Tiefe entnommen werden. Die Untersuchung läuft im Wesentlichen wie eine Magenspiegelung ab. Sie dauert jedoch etwas länger, in der Regel etwa 30 Minuten. Die Untersuchung wird nach intravenöser Gabe eines Schlafmittels (Propofol) vorgenommen. Nach der Untersuchung dürfen Sie daher den ganzen Tag nicht Auto fahren.
Vorbereitung zur oberen Endosonographie
Vor einer oberen Endosonographie braucht es keine spezielle Vorbereitung. Einzig dürfen Sie ab Mitternacht keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen. Klare Flüssigkeiten (Wasser oder ungesüsster Tee, aber KEINE Milch) sind bis zwei Stunden vor der Untersuchung erlaubt, bis dann können Sie auch Ihre regulären Medikamente mit wenig Wasser einnehmen, sofern keine anderslautende ärztliche Anordnung vorliegt. Insbesondere Blutverdünner müssen manchmal pausiert werden.
Welche Komplikationen können bei einer oberen Endosonographie auftreten?
Komplikationen sind bei einer diagnostischen Endosonographie (ohne Intervention) sehr selten. Auch hier kann es (wie nach einer Magenspiegelung) kurzzeitig zu Bauchschmerzen oder Völlegefühl kommen, weil der Magen mit CO2 (Kohlenstoffdioxid) aufgeblasen wurde. Selten kann zudem das Schlafmittel (Propofol) das Herz oder die Atmung kurzzeitig beeinträchtigen.