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Spiegelung der Gallenwege und Bauchspeicheldrüse (ERCP)

Was ist eine ERCP? 

Die ERCP (endoskopisch-retrograde Cholangio-Pankreatikographie) dient der Untersuchung und minimalinvasiven Behandlung der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse. Dabei wird das Videoendoskop durch die Speiseröhre und den Magen bis zur Mündung der Gallenwege in den Zwölffingerdarm eingeführt. Anschliessend können mittels Durchleuchtung (Röntgenstrahlen) die kontrastmittelgefüllten Gallengänge dargestellt und Behandlungen durchgeführt werden. Die Untersuchung kann oft nach intravenöser Gabe eines Schlafmittels durchgeführt werden, gelegentlich ist eine Vollnarkose notwendig. Manchmal aber nicht immer ist nach der ERCP eine Hospitalisation indiziert. Nach der Untersuchung dürfen Sie den ganzen Tag nicht Auto fahren. 

Vorbereitung zur ERCP 

Vor der ERCP braucht es keine spezielle Vorbereitung. Einzig dürfen Sie ab Mitternacht keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen. Klare Flüssigkeiten (Wasser oder ungesüsster Tee, aber KEINE Milch) sind bis zwei Stunden vor der Untersuchung erlaubt, bis dann können Sie auch Ihre regulären Medikamente mit wenig Wasser einnehmen, sofern keine anderslautende ärztliche Anordnung vorliegt. Blutverdünner müssen meist pausiert werden. 

Ergänzende Eingriffsmöglichkeiten 

Folgende Eingriffe und Behandlungen werden abhängig vom vorliegenden Befund durchgeführt: 

  • Papillotomie (Eröffnung des Ausgangs der Gallenwege)
  • Entnahme von Gewebeproben
  • Entfernung von Gallensteinen
  • Erweiterung von Engstellen in Gallen- oder Bauchspeicheldrüsengang
  • Einlage eines Stents (Plastikröhrchen oder Metallgitter) 

Häufig zeigt sich erst während der Untersuchung, ob zusätzliche Eingriffe nötig sind. In solchen Fällen treffen wir die Entscheidung in Ihrem Sinne, auch wenn wir vorher nicht alle Eventualitäten mit Ihnen besprechen konnten. 

Welche Komplikationen können bei einer ERCP auftreten? 

Trotz sorgfältiger Untersuchungstechnik kann es in selten Fällen zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung kommen, was sich oft mit Oberbauchschmerzen äussert. Seltener kann es zu Blutungen im Bereich der Papille (Übergang Gallengang in Zwölffingerdarm) oder zu einem Darmdurchbruch kommen, der im ungünstigsten Falle eine Operation erfordert. 

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