Notfallmedizin und Notfallstation bei Kindern / Jugendlichen

Wichtige Telefonnummern für Notfälle

Sanitätsnotruf – bei lebensbedrohlichen Notfällen
Telefon 144

Bei Verdacht auf Vergiftung
Telefon 145 Tox Info Suisse

Kinder-Beratungstelefon – wenn Sie unsicher sind
Medgate Kids Line: Beratungstelefon für Kinder- und Jugendnotfälle

Telefon 0900 554 774 (CHF 3.23/Min)
Telefon Prepaid 0900 554 775 (CHF 3.23/Min)

Bitte beachten Sie, dass 0900er-Nummern von geschäftlichen Telefonen (z.B. geschäftliches Smartphone) gesperrt sind.

Wir sind 24/7 für Notfälle da

  • Unsere interdisziplinäre Notfallstation stellt die medizinische Versorgung von dringenden oder schweren pädiatrischen oder kinderchirurgischen Notfällen sicher. 
  • Für nicht dringliche Gesundheitsprobleme oder Notsituationen, die nicht lebensbedrohlich erscheinen, sollten sich Eltern zuerst an ihre Kinder- oder Hausärztin oder ihren Kinder- oder Hausarzt wenden oder das Kinder-Beratungstelefon anrufen.
  • An Wochenenden und Feiertagen betreiben wir tagsüber zusätzlich noch eine Notfallpraxis.
  • Die Zuweisung an unsere Notfallstation erfolgt durch Kinder- oder Hausarzt /-ärztin, Rettungsdienst, Rettungsflugwacht (REGA) oder durch andere Spitäler.
  • Im dringenden Notfall können die Patientinnen und Patienten die Notfallstation auch direkt aufsuchen.

Wartezeiten sind möglich

  • Oft sind zahlreiche Patientinnen und Patienten gleichzeitig auf unserer Notfallstation, insbesondere am Abend, an den Wochenenden und Feiertagen.
  • Die Reihenfolge der Behandlung erfolgt nach medizinischer Dringlichkeit; diese wird gemeinsam durch die Pflege und unseren erfahrenen Notfallmedizinern festgelegt.
  • Das kann dazu führen, dass Kinder mit weniger schweren Krankheiten oder Verletzungen Wartezeiten in Kauf nehmen müssen.
  • Sie und Ihr Kind sind aber auch beim Warten immer in sicherer Beobachtung.

Was tun, wenn Ihr Kind krank ist?

Fieber

Was ist Fieber?

Man spricht von Fieber:

  • bei Säuglingen unter 3 Monaten ab 38°C
  • bei älteren Kindern ab 38,5°C

 Fieber

  • Ist keine Krankheit
  • Ist ungefährlich
  • Kann langsam, aber auch sehr schnell ansteigen.
  • Ist ein Zeichen, dass sich der Köper gegen eine Infektion wehrt
  • Die Höhe des Fiebers hat keinen Zusammenhang mit der Schwere der Erkrankung. Der Allgemeinzustand Ihres Kindes ist entscheidend.

Fieberkrampf: Selten kann es im Alter zwischen 6 Monaten und 5 Jahren bei einem fieberhaften Infekt zu einem Fieberkrampf kommen. Fieberkrämpfe haben keine Langzeitfolgen für die Kinder.

Wie messen Sie die Temperatur bei Ihrem Kind?

  • Säuglinge unter 12 Monaten im After
  • Kinder über 1 Jahr unter der Achsel, im Mund unter der Zunge oder im Ohr mittels Ohrthermometer

Die normale Körpertemperatur eines Kindes beträgt im After gemessen um 37°Celsius und kann je nach Tageszeit zwischen 36-38°C variieren. Am frühen Morgen ist sie am tiefsten, am frühen Abend am höchsten.

Ursachen für Fieber

  • Häufigste Ursache bei Kindern sind Virus-Infektionen.
  • Bei Säuglingen unter 3 Monaten kann eine Infektion durch Bakterien Fieber verursachen, die mit Antibiotika behandelt werden muss.
  • Auch Impfungen, chronische Erkrankungen und andere seltene Ursachen können zu Fieber führen.

Das können Sie bei Fieber tun

Wenn Ihr Kind in einem guten Allgemeinzustand ist (es mag noch spielen, wirkt zufrieden), müssen Sie das Fieber nicht unbedingt senken.

Ist Ihr Kind im Allgemeinzustand beeinträchtigt (schlapp, müde, es mag nicht trinken), können Sie folgendes tun:

  • Ziehen Sie Ihr Kind aus und bekleiden oder bedecken Sie es nur leicht
  • Geben Sie häufig kleine Flüssigkeitsmengen wie Wasser oder Tee, denn hohes Fieber kann zu Flüssigkeitsverlust führen
  • Geben Sie Paracetamol-Zäpfchen oder -Sirup in der altersgerechten Dosis gemäss Packungsbeilage: Maximal alle 6 Stunden pro Tag, höchstens 2 Tag lang.
  • Sollte das Fieber nach 2 Tagen trotz Paracetamol nicht sinken und der Allgemeinzustand Ihres Kindes sich nicht verbessern, kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Dann sollten Sie zu einer Ärztin oder einem Arzt:

  • Ihr Kind ist unter 3 Monate alt und hat mindestens 38°Celsius Fieber
  • Ihr Kind beklagt sich über Kopfschmerzen, hat einen steifen Nacken und ist lichtscheu
  • Ihr Kind erbricht ständig und verweigert Flüssigkeitsaufnahme
  • Ihr Kind hat Atemnot
  • Ihr Kind wird zunehmend apathisch, teilnahmslos
  • Der Zustand Ihres Kindes verbessert sich trotz regelmässiger Paracetamol-Gabe über 2 Tage nicht.
  • Ihr Kind hat einen Fieberkrampf
  • Ihr Kind hat einen Ausschlag am Körper mit roten Punkten oder Flecken, die wie Flohstiche aussehen
Magen-Darm-Grippe

Was ist eine Magen-Darm-Grippe?

Sie ist eine häufige Virusinfektion des Darmes, bei der sich das Kind bei anderen Menschen mit der Infektion ansteckt. Das Kind erbricht, hat Durchfall. Zusätzlich können starke Bauchschmerzen (Bauchkoliken), Fieber, Schnupfen und Husten auftreten.

Die Viren vermehren sich im Darm und werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Die Krankheit ist in der Regel nach einigen Tagen ausgestanden, kann jedoch auch eine Woche oder länger andauern. 

Das können Sie für Ihr Kind tun

Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Kind genug trinkt.

  • Bieten Sie Ihrem Kind häufig kleine Mengen zu trinken an, allenfalls schluck- oder löffelweise alle 5-10 Minuten – auch wenn Ihr Kind erbricht. Notieren Sie, wie viel es trinkt.
  • Geben Sie Ihrem Kind verdünnte Fruchtsäfte oder Süssgetränke zu trinken (1 Glas verdünnt mit 4 Gläsern Wasser). Milchgetränke (1:1 verdünnt) sind nicht ideal, aber erlaubt, wenn Ihr Kind sonst nichts anderes trinken möchte.
  • Sie können Ihrem Kind zusätzlich Elektrolytlösungen zu trinken geben oder in sein Lieblingsgetränk mischen. Diese enthalten Körpersalze und Zucker und können rezeptfrei in Apotheken und Drogerien gekauft werden.
  • Gestillte Babys: Stillen Sie etwas häufiger weiter. Zusätzlich können Sie Elektrolytlösungen zufüttern.
  • Sobald Ihr Kind nicht mehr erbricht, kann es probieren, worauf es Appetit hat. Besonders gut geeignet sind Zwieback, Salzstangen, Bananen und Reis.
  • Bei starken Bauchschmerzen oder Erbrechen können Sie ein Medikament gegen Übelkeit (z.B. Itinerol B6®) oder etwas Krampflösendes (z.B. Buscopan®) versuchen. Häufig wirken diese bei Kindern jedoch nicht so gut.
  • Medikamente, die Durchfall hemmen (z.B. Imodium®) dürfen Sie NICHT geben, da diese die Dauer der Infektion verlängern und zu Darmverschluss führen können.

Dann sollten Sie zu einer Ärztin oder einem Arzt:

  • Ihr Kind verweigert komplett das Trinken oder ist zu müde zum Trinken.
  • Ihr Kind zeigt Anzeichen von Austrocknung: keine Tränen, weniger als 4 nasse Windeln pro Tag oder weniger Nässe in den Windeln, Apathie (will nicht mehr spielen)
  • Ihr Kind erbricht nur noch (mehr als 2 Tage) oder das Erbrochene ist grün oder blutig oder der Stuhl ist blutig.
  • Die Magen-Darm-Grippe bessert sich nach einigen Tagen nicht, besonders bei Säuglingen.
  • Ihr Kind ist unter 3 Monaten alt und hat Fieber oder das Erbrechen / der Durchfall dauern länger als einige Stunden an.
  • Der Zustand Ihres Kindes verschlechtert sich.

Manchmal ist weniger Medizin besser für Ihr Kind. Hier finden Sie 5 Beispiele und Empfehlungen der Fachgesellschaft Kindermedizin.

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