Hirnblutungen und Hirngefässerkrankungen

Sonderformen von Schlaganfällen

Spontane, plötzlich aufgetretene Blutungen im Gehirn sind eine Sonderform des Schlaganfalls. Weil sie häufig eine Operation erfordern, gehört dieser Bereich der Schlaganfallkunde überwiegend ins Fachgebiet der Neurochirurgie.

  • Blutungen im Gehirn können ohne sichtbare Ursache auftreten und Lähmungen, epileptische Anfälle oder Bewusstseinsstörungen hervorrufen.
  • Bekannte und zum Teil sichtbare Ursachen sind vor allem der arterielle Bluthochdruck, welcher kleinere Blutgefässe zum Platzen bringen kann und so zu einer Hirnblutung führt.
  • Es können auch grössere Blutungsquellen gefunden werden, sogenannte Aneurysmen. Das sind bläschenartige Ausbuchtungen der grösseren Hirngefässe. Wenn diese platzen, ist das eine nicht selten lebensbedrohliche Situation. Man spricht dann von einer sogenannten Subarachnoidalblutung oder von einfacher Aneurysmablutung.

Behandlung von Hirnblutungen

Hirnblutungen im Hirngewebe erfordern oft nur eine neurologische oder auch intensivmedizinische Überwachung. Nach einer Erholungs- und Rehabilitationszeit heilt das von selbst ab. Grössere Hirnblutungen können mitunter eine Operation zur Entfernung des Blutergusses erfordern.

  • Aneurysmen, die zu Subarachnoidalblutungen geführt haben, müssen verschlossen werden, um bedrohliche Nachblutungen zu verhindern.
  • Heute werden circa zwei von drei Aneurysmen mit einer Kathetertechnik verschlossen, die man «Coiling» nennt. Der Name kommt daher, weil der Chirurg mit dem Katheter spiralisierte Titandrähte (Spulen oder Englisch «Coils») in das Aneursyma einbringt. Dies führt dazu, dass es durch die Blutgerinnungswirkung von innen her verklebt und so nicht mehr platzen kann.
  • Diese Behandlung wird von der «Interventionellen Neuroradiologie» gemacht.
  • Die Neurochirurgie selbst ist für die mikrotechnische Aneurysmaversorgung verantwortlich. Bei dieser Operation wird eine Kraniotomie vorgenommen (Öffnung des Schädels), in der das Aneurysma freigelegt wird und mit dem Aufsetzen eines Titan-Metallklipps verschlossen wird.

Schlaganfallversorgung

Schliesslich ist die Neurochirurgie auch in der eigentlichen Schlaganfallversorgung beteiligt. Dann nämlich, wenn ein grosser Schlaganfall so viel Hirngewebe betrifft, dass es zu einer das Leben bedrohenden Schwellung des betroffenen Hirngewebes kommt. In solchen Fällen ist eine lebensrettende Massnahme nötig, nämlich eine «dekompressive Kraniotomie».

  • Dabei wird der Schädelknochen über dem Hirninfarkt entfernt und dem Gehirn damit das Ausschwellen ermöglicht, ohne dass es in die Umgebung drückt.
  • Wenn der Patient überlebt hat, wird der Knochen nach einigen Wochen in einer zweiten Operation wieder eingesetzt.
  • Mit moderner Neurorehabilitationsbehandlung ist die Erholung bei diesen Patienten gleich gut, wie bei jenen die auch ohne Operation überleben.

Sprechstunde

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