Direkt zum InhaltDirekt zum Fussbereich

Leitbild zur akademischen Tätigkeit

Das Leitbild beschreibt, wie wir akademische Tätigkeit – Lehre, Forschung und Innovation – am LUKS/der LUKS Gruppe verstehen und wohin wir sie entwickeln. Es schafft Klarheit über Prioritäten, Fokussierung und Ressourceneinsatz und dient Führungspersonen sowie allen Mitarbeitenden als Orientierungsrahmen.

Unser Selbstverständnis: das Luzerner Modell 

Wir sind ein Zentrumsspital mit universitärem Auftrag – eine Brücke zwischen universitärer Spitzenmedizin und regionaler Gesundheitsversorgung. Unser akademisches Modell unterscheidet sich bewusst von jenem klassischer Universitätsspitäler und stützt sich auf drei Elemente:

  • Exzellente, klinisch orientierte und praxisnahe Aus- und Weiterbildung
  • Versorgungsnahe und klinisch relevante Forschung
  • Enge Kooperation mit der Universität Luzern und weiteren akademischen Partnern 

Bewusste Fokussierung heisst auch Verzicht: Eigene Grundlagenforschung sehen wir nicht als unseren Hauptauftrag. Das ist kein Verbot, sondern eine klare Schwerpunktsetzung.

Vier strategische Leitlinien

  • Patientenorientierte, nutzenfokussierte Forschung und Lehre - Fragestellungen entstehen aus der klinischen Versorgung und fliessen in diese zurück.
  • Akademische Kultur als Motor - kritisches Denken, kontinuierliches Lernen, interprofessionelle Zusammenarbeit und verantwortungsvolle Innovation.
  • Aus- und Weiterbildung als gesellschaftlicher Auftrag - die Ausbildung der nächsten Generation ist strategische Kernaufgabe. 
  • Partnerschaft - mit der Universität Luzern und weiteren akademischen Institutionen; wir ergänzen deren Forschung praxisnah und versorgungsorientiert.

Drei Grundsätze

  • Primat der Patientenversorgung - akademische Tätigkeit stärkt die Versorgungsqualität und fügt sich in effiziente klinische Abläufe ein.
  • Nutzenorientierung - wir forschen nicht aus Prestigegründen, sondern aus Versorgungsverantwortung: erkennbarer Mehrwert für Patientinnen und Patienten, Region, Gesundheitssystem und Mitarbeitende.
  • Strategische Fokussierung — orientiert an Versorgungsauftrag, klinischen Kompetenzen und verfügbaren Ressourcen. Selektivität ist Ausdruck von Verantwortung, nicht von fehlendem Anspruch.

Prioritäten in dieser Reihenfolge

  1. Aus- und Weiterbildung sowie Nachwuchsförderung
  2. Versorgungs- und Outcome-Forschung — Forschung mit unmittelbarem Beitrag zu Qualität, Sicherheit und Effizienz
  3. Klinische Studien und wissenschaftliche Kooperationen - in ausgewählten Kompetenzbereichen

Lehre - unser Bildungsauftrag 

Wir bilden Medizinstudierende, Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte sowie Pflege-, Therapie- und weitere Gesundheitsberufe klinisch orientiert und evidenzbasiert aus. Grundlage sind strukturierte Curricula, qualifizierte Supervision, geschützte Zeit für Lehre, systematische Evaluation und eine Lernkultur mit Feedback und Eigenverantwortung. Klinisch tätige Ärztinnen und Ärzte mit wissenschaftlichem Interesse fördern wir über strukturierte akademische Entwicklungspfade.

Forschung - selektiv, praxisnah, versorgungsorientiert 

Wir forschen dort, wo unsere klinische Expertise und unsere Patientenkollektive einen relevanten Beitrag leisten: 

  • Versorgungs- und Outcome-Forschung (Priorität): Behandlungspfade und Prozesse, Patientensicherheit und Qualitätsindikatoren, Implementierung von Best Practice, Outcome- und Wirksamkeitsstudien. 
  • Klinische Forschung: Teilnahme an multizentrischen Studien, eigene Studien bei klarem Kompetenzvorteil, Schwerpunkt Phase Ill und IV mit direktem Praxisbezug. 
  • Translationsforschung: in Kooperation mit akademischen Partnern, gestützt auf besondere Expertise oder spezifische Patientenkollektive.

Innovation

Wir schaffen Rahmenbedingungen, um klinische Innovationen zu identifizieren, wissenschaftlich zu evaluieren und verantwortungsvoll in die Versorgung zu integrieren — bewertet nach Patientennutzen, Evidenz, Sicherheit und Ressourcenbedarf.

Governance und Ressourcen

  • Priorisierung: Interne, fördermittelbedürftige Projekte durchlaufen einen transparenten Prozess der Stiftung Klinische Forschung LUKS (Patientennutzen, Relevanz, Ressourcen, Kompetenzfit, Durchführbarkeit). 
  • Unterstützung: Das Zentrum für klinische Forschung (CCR) bietet Infrastruktur und Beratung (u. a. Clinical Trial Unit) und koordiniert Angebote der Universität Luzern.
  • Ressourcenlogik: Drittmittel sind in der Regel die zentrale Finanzierungsquelle; geschützte akademische Zeit wird in der Regel an Drittmittel oder ausgewiesene akademische Leistungen gekoppelt.
  • Qualitätssicherung: Ethikbewilligung, anerkannte wissenschaftliche und GCP-Standards, transparente Publikation der Ergebnisse unabhängig vom Resultat.

Woran wir Erfolg messen

  • Verbesserung der Patientenversorgung: implementierte Innovationen, Umsetzung von Forschungsergebnissen, Qualitäts- und Sicherheitsindikatoren, Studien und eingeschlossene Patientinnen und Patienten.
  • Qualität der Aus- und Weiterbildung: Ausbildungsplätze und Abschlüsse, Evaluationen, Verbleib von Fachkräften, Akkreditierungen.
  • Wissenschaftliche Leistung: Publikationen, eingeworbene Drittmittel, akademische Kooperationen.

Kernbotschaft

Unser akademisches Engagement ist kein Zusatzauftrag, sondern zentraler Bestandteil eines modernen Zentrumsspitals. Durch exzellente Aus- und Weiterbildung, selektive versorgungsorientierte Forschung und enge akademische Partnerschaften verbessern wir die Versorgung unserer Region nachhaltig.

Ausführliches Leitbild

Download

War diese Seite hilfreich?