Gesundheitstipp: Ans LUKS kommen Gewebeproben aus der ganzen Zentralschweiz

Eine erfolgreiche Therapie setzt eine exakte Diagnose voraus. Die Grundlage dafür liefert primär die Pathologie, die somit eine wichtige Schnittstelle zwischen Diagnostik und Therapie darstellt. Prof. Dr. med. Joachim Diebold, Chefarzt Pathologie und Leiter Institute am Luzerner Kantonsspital (LUKS), und sein versiertes Team untersuchen jährlich gegen 100'000 Proben. Damit helfen sie Ärztinnen und Ärzten tagtäglich, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

1. Juni 2022

Lesezeit: 2 Minuten
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Die Pathologie am LUKS erhält ihre Gewebeproben aus den Operationssälen, erklärt Prof. Dr. med. Joachim Diebold. Es handle sich um Gewebe, das Patientinnen oder Patienten entnommen wird. Noch häufiger werden kleine Gewebeproben, Biopsien genannt, zur Abklärung unklarer Veränderungen am Körper entnommen.

Zwei Tausendstel Millimeter kleine Teilchen

Beispielsweise werde der braune Fleck, den man neuerdings auf seiner Haut entdeckt hat und in der Hausarztpraxis zeigen liess, biopsiert. Die Probe werde dann in feine Schnitte zerlegt, die zwei Tausendstel Millimeter dünn seien. Anschliessend würden sie gefärbt und auf kleine Glasplättchen aufgezogen. Diese Objektträger werden dann an die Mitglieder des Teams verteilt, um diese unter dem Mikroskop zu untersuchen.

Die Pathologie untersucht 400 Proben täglich

Die Pathologie am LUKS erhält Proben aus der ganzen Zentralschweiz. Diese werden unter den 15 Ärztinnen und Ärzten verteilt. Bei tagtäglich 400 Proben – gegen die 100'000 jährlich – gebe es ganz unterschiedliche Fragestellungen. Da sei es gut, dass man innerhalb des Teams eine Spezialisierung habe: «Für jede Fragestellung haben wir jemanden im Team, der da je nach Fragestellung ganz besonders versiert ist», sagt Joachim Diebold.

«Wir unterscheiden allein über 1000 verschiedene Krebsarten, die nicht so einfach auseinander zu halten seien.» Gerade wenn es schwierig zu diagnostizierenden Fällen gibt, sei es gut, dass man in einem grossen Team zusammenarbeite.

Künstliche Intelligenz verfeinert Diagnose

Heute werde bei Tumoren die sogenannte DNS aus den Zellen herausgelöst und nach bestimmten genetischen Veränderungen gesucht, was die Diagnose stütze und verfeinere. Künftig sollen die mikroskopischen Bilder auch in digitaler Form verfügbar sein. Das erlaube künftig, die ganzen Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz (KI) anzuwenden, was nochmals einen riesigen Fortschritt an Sicherheit auf der Suche nach einer genauen Diagnose bedeute.

Hören Sie den ganzen Beitrag im Link. Die Gesundheitstipps werden jeweils mittwochs um 11.15 Uhr im Radio ausgestrahlt und sind anschliessend hier im Newsroom verfügbar. Der nächste Beitrag ist der Krebsvorsorge bei Frauen gewidmet.

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