Kinderspital
LUKS Luzern | Universitäres Lehr- und Forschungsspital
Gehirn, Nerven und Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen

Pädiatrie/Kindermedizin: Neuropädiatrie und Kinderneurologie
Unser Team befasst sich mit den angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Nervensystems, also des Gehirns, des Rückenmarks, der Nerven und der Muskeln. Die Hausärzte und Kinderärzte überweisen uns Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichsten Gründen zur Abklärung, Beratung und Behandlung. Typisch sind:
- Anfallskrankheiten – also Epilepsie – oder der Verdacht darauf
- Störungen der motorischen oder geistigen Entwicklung, insbesondere im Vorschulalter
- Kopfschmerzen
- Angeborene Fehlbildungen des Nervensystems
- Erworbene Schädigungen des Nervensystems
- Muskelkrankheiten
- Auffällige Kopfformen und andere Störungen
Unser diagnostisches Angebot:
- Wir bieten alle Untersuchungsmethoden inklusive Ableitung der Hirnstromkurven (EEG), Entwicklungstests und bildgebende Untersuchungen an.
- Ein besonderes Augenmerk gilt den körper- und mehrfachbehinderten Kindern und Jugendlichen.
- Nicht zu unseren Leistungen gehört die Beurteilung und Betreuung von Kindern mit Verdacht auf Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS/POS) sowie die primäre Abklärung von Schulschwierigkeiten.
Kinderchirurgie: Hohe Expertise, grosse Erfahrung
Unser Team für pädiatrische Neurochirurgie am Kinderspital Zentralschweiz ist spezialisiert auf die Diagnostik und nicht-operative (konservative) und operative Behandlung rund um Gehirn, Rückenmark und Nerven. Dabei kommen zunehmend auch minimal invasive endoskopische OP-Verfahren zur Anwendung.
Schädel-Hirn-Trauma
Die «Hirnerschütterung» (auch «leichtes» Schädel-Hirn-Trauma) ist eine der häufigsten Ursachen für Hospitalisationen im Kinderspital. Die Mehrzahl der Kinder wird für 48 Stunden unter besonderer Beobachtung im Spital behalten. Das schwere Schädel-Hirn-Trauma ist heute zum Glück selten geworden. Wenn ein Kind trotzdem eine schwere Schädel-Hirn-Verletzung (Sportverletzung, Verkehrsunfall, Kindsmisshandlung etc.) erleidet, hat es im Rahmen eines interdisziplinären Behandlungskonzepts eine gute Chance auf Heilung.
Hydrocephalus («Wasserkopf»)
Diesem Krankheitsbild liegen verschiedene Ursachen zugrunde. Es handelt sich um eine Fehlfunktion der Gehirnwasser-Zirkulation. Die Behandlung besteht in der Entlastung mittels einer Ableitung (Drainage, Shunt). Es kann auch durch einen sogenannten inneren Stunt minimalinvasiv eine Umleitung des Gehirnwassers erfolgen (ETV). Regelmässige Nachkontrollen nach einem festen Schema sind äusserst wichtig.