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Organisationsstruktur der neuen Spitalgruppe steht fest

Ab Mitte 2021 gehen das Luzerner Kantonsspital (LUKS) und das Kantonsspital Nidwalden (KSNW) gemeinsam als Spitalverbund in die Zukunft. Im Zuge dieses Zusammenschlusses hat der Spitalrat der beiden Unternehmen die neue Organisationsstruktur festgelegt. Mit einer starken Zentrumsversorgung und starken Leitungen in den Regionalspitälern vor Ort legt er den Grundstein für eine optimal koordinierte, qualitativ hochstehende und wirtschaftliche Gesundheitsversorgung der Bevölkerung.
9. Dezember 2020
Lesezeit: 3 Minuten
LUKS Luzern

Ziel des neuen Spitalverbundes – der Luzerner Kantonsspital Gruppe – ist es, die medizinischen Leistungen über das Gesamtunternehmen noch besser zu koordinieren und zu steuern. Damit können das LUKS und das KSNW den grossen Herausforderungen im Gesundheitswesen begegnen und der Bevölkerung auch künftig eine wohnortsnahe, qualitativ hochstehende und wirtschaftliche medizinische Grund- und Spezialversorgung anbieten.

Neue Organisationsstruktur

Damit all dies gelingt, muss die Spitalgruppe optimal strukturiert sein. Mit der neuen Organisationsstruktur legt der personell bereits heute identisch zusammengesetzte Spitalrat von LUKS und KSNW – der künftige Verwaltungsrat – den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft. In der neuen Organisation übernimmt eine schlanke, neunköpfige Geschäftsleitung die Geschäftsführung der Spitalgruppe. Unterstützt wird sie dabei von der erweiterten Geschäftsleitung, die vorwiegend das medizinische Kerngeschäft vertritt. Die wesentlichen Charakteristika der neuen Organisationsstruktur sind:

  • Bewährtes erhalten: Mit dem Zusammenschluss zur Luzerner Kantonsspital Gruppe entsteht eine neue, übergeordnete Führungsebene. Entsprechend wurde die Struktur auf dieser Stufe neu definiert. Die Organisationsstrukturen in den einzelnen Spitalbetrieben bleiben erhalten, gut Erprobtes und Bewährtes bleibt bestehen. Zudem ist die Führungsspanne auch künftig übersichtlich und die Organisation als Ganzes zukunftsgerichtet.
  • Starkes Zentrum, starke Regionen: Die Zentrumsversorgung in Luzern wird auf oberster Führungsebene ergänzt. Gleichzeitig gibt es für die Grundversorgung nach wie vor starke Leitungen vor Ort und die Standorte Sursee, Wolhusen und Stans bleiben einzeln in der erweiterten Geschäftsleitung und zudem gebündelt mit einer Leitung Regionen auf der oberste Führungsebene vertreten. Die Spezialkliniken (Augenklinik Luzern, Frauenklinik Luzern, Kinderspital) und der medizinische Support (heute Departement Institute) werden ebenfalls gebündelt in der Geschäftsleitung vertreten sein.
  • Zentrale Koordination, Kerngeschäft im Fokus: Zentrales Element der neuen Organisation ist die verstärkte Koordination des medizinischen Kerngeschäfts und die Stärkung der medizinischen Zusammenarbeit zwischen den Standorten. Nur so kann in einem nächsten Schritt die abgestufte, koordinierte Versorgung – mit einem Zentrumsspital und einem leistungsstarken Netzwerk – umgesetzt werden.
  • Entflechtung strategische und operative Führung, breite Einbindung: Mit der neuen Organisation werden strategische und operative Aufgaben konsequenter getrennt. Eine nachhaltige Gesamtverantwortung steht im Vordergrund, zentrale Professionen und Funktionen sind eingebunden. Mit der Schaffung einer erweiterten Geschäftsleitung sind bei wesentlichen Fragen alle Unternehmensbereiche angemessen vertreten und Entscheide breit abgestützt.

Meilenstein auf dem Weg zur Spitalgruppe

Mit der Festlegung des neuen Organigramms ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur neuen Spitalgruppe erreicht. Als nächstes werden das LUKS und das KSNW Mitte 2021 in gemeinnützige Aktiengesellschaften umgewandelt. Diesem Schritt haben die Kantonsparlamente von Nidwalden und Luzern Ende 2019 respektive Anfang 2020 mit grossem Mehr zugestimmt. Zeitnah nach der Gründung der beiden Gesellschaften kauft die Luzerner Kantonsspital AG 60 Prozent der Aktien der Spital Nidwalden AG, welche damit zur Tochtergesellschaft der Luzerner Kantonsspital AG wird. Die restlichen 40 Prozent der Aktien hält der Kanton Nidwalden, der auch Eigentümer der Spitalgebäude in Stans bleibt. Bis dahin bereiten sich das LUKS und das KSNW auf die Umwandlung vor und erarbeiten unter anderem die für den Betrieb der Gesellschaften erforderlichen Reglemente, welche im ersten Halbjahr 2021, nach Vorliegen der Jahresabschlüsse, finalisiert werden.

Zentraler Teil der Zusammenführung ist die Erarbeitung einer gemeinsamen Gruppenstrategie, um eine abgestufte, koordinierte Versorgung zu ermöglichen. Im Zuge des laufenden Strategieprozesses stimmt der Spitalrat beider Spitäler, in enger Absprache mit den Kantonen Luzern und Nidwalden, das künftige Leistungsangebot der einzelnen Standorte ab und legt die konkrete Ausgestaltung der Zusammenarbeit im Verbund fest.

Erfolgreiche Zusammenarbeit wird fortgeführt

Die Zusammenarbeit zwischen dem LUKS und dem KSNW hat sich bereits in der Vergangenheit bewährt: Bereits seit 2012 besteht ein Rahmenvertrag für die die Luzerner-Nidwaldner Spitalregion (LUNIS). Damit wurde der Grundstein für den nun anstehenden Zusammenschluss gelegt. Das Angebot und die Investitionen des LUKS und des KSNW werden seither soweit wie möglich aufeinander abgestimmt. Dieser erstmalige Verbund von Kantonsspitälern über die Kantonsgrenzen hinweg wird nun mit der neuen Konzernstruktur vertieft und rechtlich gefestigt.

Organigramm LUKS Gruppe
Organigramm Luzerner Kantonsspital Gruppe

 

 

Benno Fuchs wird CEO der neuen Spitalgruppe

Bereits besetzt per 1. Juli 2021 hat der Spitalrat die Funktionen in der neuen Geschäftsleitung (GL) der Luzerner Kantonsspital Gruppe, welche so oder vergleichbar schon heute in der Führung des LUKS vertreten sind:

  • Benno Fuchs: Vorsitzender der Geschäftsleitung/CEO der neuen Spitalgruppe (heute Direktor/CEO des LUKS)
  • Dr. sc. tech. Hansjörg Schmid: Leiter Finanzen und Personal, Stv. CEO (heute Leiter Dep. Finanzen & Personal, stv. CEO LUKS)
  • Prof. Dr. Dr. med. Michael Thiel: Leiter Spezialkliniken und Institute (heute Leiter Dep. Spezialkliniken LUKS)
  • Dr. med. Guido Schüpfer, PhD: Leiter Medizinsteuerung und -koordination (heute Chefarzt ad Personam Stab Medizin LUKS)
  • Michael Döring: Leiter Pflege und Soziales (heute Leiter Dep. Pflege und Soziales LUKS)
  • Florentin Eiholzer: Leiter Betrieb und Infrastruktur (heute Leiter Dep. Betrieb und Infrastruktur LUKS)
  • Dr. med. Stefan Hunziker: Leiter Informatik (heute Leiter Informatik im Stab Medizin LUKS)

Die beiden neuen Fuktionen «Leitung Luzern» und «Leitung Regionen» werden bis zur Umwandlung besetzt. Unterstützt wird sie dabei von der erweiterten Geschäftsleitung, welche sich wie folgt zusammensetzt:

  • Dr. med. Alessandro Wildisen: Leitung Sursee (bisher)
  • Dr. med. Ute Buschmann: Leitung Wolhusen (bisher)
  • Urs Baumberger: Direktor Stans (bisher)
  • Prof. Dr. med. Jürg Metzger Chirurgie/Orthopädie (bisher Leiter Dep. Chirurgie LUKS Luzern)
  • Prof. Dr. med. Christoph Henzen: Medizin (bisher Leiter Dep. Medizin LUKS Luzern)
  • Prof. Dr. med. Christoph Konrad: Klinische Querschnittsmedizin (bisher Leiter Dep. Kl. Querschnittsmed. LUKS Luzern)
  • Prof. Dr. med. Thomas Neuhaus (bis 30.09.2021), PD Dr. med. Martin Stocker (ab 01.10.2021): Leiter Kinderspital
  • Barbara Flubacher: Leiterin HR (bisher Leiterin HR LUKS)

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