Jahresbericht 2020

Es freut uns, Ihnen den Jahresbericht 2020 des Luzerner Kantonsspitals (LUKS) zu präsentieren. Damit möchten wir Ihnen einen Überblick über das Erreichte und unsere Werte verschaffen.

Vorwort 

Künftige Investitionsfähigkeit erhalten

Prozesse digitalisieren, Spitalbauten erneuern, Zusammenarbeit stärken – das Krisenjahr 2020 hat uns gezeigt, dass wir in den zurückliegenden Jahren vorausschauend entschieden und richtig investiert haben. Gleichzeitig hinterlässt die Pandemie tiefe Spuren in unserem Jahresabschluss. Um die Investitionsfähigkeit unseres Unternehmens weiterhin zu erhalten und die anstehenden Bauprojekte planmässig voranzutreiben, braucht es ein Bekenntnis der Politik.

Ulrich Fricker und Benno Fuchs

Dr. oec. HSG Ulrich Fricker, Präsident des Spitalrats. Benno Fuchs - CEO/Direktor Luzerner Kantonsspital

Das Pandemiejahr 2020 hat uns alle daran erinnert, wie wertvoll – und vermeintlich selbstverständlich – der Schutz der Gesundheit ist. Entsprechend rückte auch die Bedeutung der Spitäler für die medizinische Versorgung der Bevölkerung deutlich stärker in die öffentliche Wahrnehmung. Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) und seine Mitarbeitenden haben für ihre Arbeit zu Recht viel Wertschätzung erfahren. Als Team und Organisation mit über 7300 Mitarbeitenden haben wir unsere Leistungs- und Wandlungsfähigkeit eindrücklich unter Beweis gestellt. Ob als Pflegefachfrau, Co- Chefärztin oder Physiotherapeut, ob als Reinigungskraft, Diätkoch oder Assistenzärztin, ob als Informatiker, Finanzbuchhalterin oder freiwillige Sitzwache in der Nacht – unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im vergangenen Jahr Grossartiges geleistet. Dafür bedanken wir uns herzlich. Die Pandemie war in der Jahresplanung 2020 nicht absehbar. Und ja, sie stellte das LUKS vor grosse und immer wieder neue Herausforderungen. Um alle Corona-Patientinnen und -Patienten zu versorgen, haben wir frühzeitig an den Standorten Luzern, Sursee und Wolhusen zusätzliche Plätze geschaffen. Mitte März verbot der Bundesrat den Spitälern nicht dringliche medizinische Eingriffe und Behandlungen. Um genügend Fachpersonal für die Betreuung der Corona- Patienten einsetzen zu können, mussten wir im Frühling und im Herbst viele Eingriffe verschieben und den Operationsbetrieb stark herunterfahren. Unser 2019 eingeführtes Klinikinformationssystem LUKiS hat uns in den Krisenwochen unschätzbare Dienste erwiesen. In Echtzeit konnte unser interner Krisenstab auf alle wichtigen Daten und Zahlen zugreifen. Das erleichterte es uns, auch in stürmischen Zeiten jederzeit den Überblick zu wahren und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Die mehr als 35 000 Corona-Tests im Jahr 2020 haben wir grösstenteils über das neue Patientenportal MeinLUKS organisiert. Das Portal ist vollumfänglich in unser Klinikinformationssystem integriert. Es ermöglicht unseren Patientinnen und Patienten, Termine zu vereinbaren oder direkt auf ihre persönlichen Daten, Testresultate oder Videokonsultationen zuzugreifen. Mittlerweile nutzen über 40 000 Personen das Portal. Dankbar dürfen wir feststellen: In der Krise konnten wir ernten, was wir seit Jahren mit der konsequenten Digitalisierung unserer Prozesse gesät haben. Ohne unsere gut ausgebaute, moderne und funktionierende digitale Infrastruktur hätten wir das vergangene Jahr nicht so gut bewältigen können.

Gleichwohl: Die Pandemie und der wochenlange Notfallbetrieb hinterlassen tiefe Spuren in unserem Jahresabschluss. Hohe Mehrkosten und markante Ertragsausfälle haben zu einem tiefroten Ergebnis geführt. Wir begrüssen daher das Bekenntnis der Luzerner Regierung, das LUKS finanziell zu unterstützen, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern. Müsste das LUKS die negativen Finanzfolgen vollumfänglich selber tragen, wäre unsere Investitionsfähigkeit stark beeinträchtigt. Wir wären gezwungen, geplante Bauprojekte aufzuschieben oder gar darauf zu verzichten.

Und die Liste mit unseren geplanten Bauprojekten ist lang. In den kommenden zwei Jahrzehnten gedenken wir insgesamt rund eine Milliarde Franken in Neubauten zu investieren. Die Baubewilligung für das Neubauprojekt Wolhusen ist noch pendent. Derweil hat der Regierungsrat des Kantons Luzern im Frühling 2020 den Grundsatzentscheid getroffen, das Spital Sursee auf dem bisherigen Areal an der Spitalstrasse in Sursee neu zu bauen. Im September durften wir den lang ersehnten Spatenstich für das neue Kinderspital und die neue Frauenklinik feiern. Der Neubau ermöglicht es, die Kindermedizin sowie die Geburtshilfe und die Gynäkologie am LUKS auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln.

Gemeinsam mit den politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern unserer Region haben wir in den zurückliegenden Jahren vorausschauende Entscheide getroffen. Im Sommer 2021 werden das LUKS und das Kantonsspital Nidwalden in gemeinnützige Aktiengesellschaften überführt. Mit dem Zusammenführen der beiden Häuser unter dem gemeinsamen Dach der LUKS Gruppe schliessen wir einen über zwölfjährigen Prozess ab. Die kantonsübergreifende Zusammenarbeit stärkt unsere Verbundfähigkeit. Sie ermöglicht es, die Angebote unserer beiden Spitäler noch besser zu koordinieren. Sie schafft die Voraussetzung, dass die Bevölkerung in unserer Region wohnortsnah, qualitativ hochstehend und wirtschaftlich versorgt werden kann. In der letztjährigen Krise durften wir beispielhaft erfahren, wie wir voneinander profitieren. Während das Kantonsspital Nidwalden Corona-Fälle mit speziellem Krankheitsverlauf ins Zentrumsspital nach Luzern überführen konnte, durfte das LUKS auf freie Operationssäle in Stans ausweichen.

Wir wollen uns herzlich bedanken. Vorab bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie haben im vergangenen Jahr grossartige Arbeit geleistet – unter enorm hoher Belastung, immer zum Wohl unserer Patientinnen und Patienten. Wir sind stolz und dankbar, mit diesem motivierten Team in die Zukunft zu gehen. Ein Dankeschön richten wir auch an alle, die unserem Unternehmen ihr Vertrauen schenken. Wir danken der Luzerner Bevölkerung, dem Gesundheits- und Sozialdepartement stellvertretend für alle kantonalen Behörden, insbesondere Regierungsrat Guido Graf, der zuweisenden Ärzteschaft, unseren Netzwerkpartnern, den Patientinnen und Patienten sowie ihren Angehörigen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im vergangenen Jahr Grossartiges geleistet.

Benno Fuchs - CEO/Direktor Luzerner Kantonsspital
Grusswort Guido Graf

2020 war ein ausserordentliches Jahr

Das Luzerner Kantonsspital hat die Versorgung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten in der Region sichergestellt. Die intensive Pflege war ein Kraftakt für das Gesundheitspersonal. Auch die wirtschaftlichen Folgen sind für das LUKS anspruchsvoll. Trotzdem wurden 2020 auch erfreuliche Meilensteine erreicht.

guideo graf portrait

Bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie macht sich die seit vielen Jahren ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen dem LUKS und dem Gesundheits- und Sozialdepartement sowie den anderen kantonalen und ausserkantonalen Spitälern besonders bezahlt. Als Zentrumsspital der Zentralschweiz hatte das LUKS im Jahr 2020 die höchste Auslastung mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten in der Region zu verzeichnen, was für die Mitarbeitenden eine immense Belastung war. An dieser Stelle danke ich dem Gesundheitsfachpersonal herzlich für sein ausserordentliches Engagement. Aufgrund dieser hohen Auslastung – insbesondere der IPS – mussten hunderte Operationen verschoben werden. Dies war und ist nicht nur für die Patientinnen und Patienten schwerwiegend, sondern wirkt sich für das LUKS auch finanziell aus. Darum wird der Kanton Luzern die Luzerner Spitäler finanziell unterstützen, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern.

Mit der Covid-19-Pandemie wächst der Druck auf die Spitäler, die sich ohnehin in einem sehr dynamischen Umfeld zurechtfinden müssen. Der rasante medizinische Fortschritt, neue Technologien, die Digitalisierung / Automatisierung, der Fachkräftemangel, die Ambulantisierung und insbesondere der zunehmende Qualitäts-, Preis- und Kostendruck sind Treiber, welche eine Neuausrichtung der Gesundheits- bzw. Spitalversorgung erfordern. Als Gesundheitsdirektor des Kantons Luzern schätze ich mich glücklich, dass das LUKS diese Herausforderungen frühzeitig erkannt hat und seine Unternehmensstrategie darauf ausrichtet. So wurden 2020 wichtige Meilensteine erreicht:

  • Die Vorbereitungen für die Umwandlung des LUKS in eine gemeinnützige AG wurden plangemäss vorangetrieben. Dadurch kann diese Rechtsformänderung Mitte 2021 in Kraft treten. Damit stärkt das LUKS seine Verbundfähigkeit.
  • Mit der Einführung von MeinLUKS verfügt das Luzerner Kantonsspital über ein schweizweit einzigartiges Patientenportal und nimmt hier eine Vorreiterrolle im Bereich Digitalisierung ein.
  • Im September erfolgte der Spatenstich für den Neubau Kinderspital / Frauenklinik am Standort Luzern. Mit den räumlich aneinander angebundenen Neubauten des Kinderspitals und der Frauenklinik im Rahmen der Gesamtarealplanung haben wir jetzt die bestmögliche Lösung für das LUKS als Unternehmen, für die Mitarbeitenden des LUKS und für die Bevölkerung.
  • Im März 2020 hat die Luzerner Regierung beschlossen, das Luzerner Kantonsspital Sursee am bisherigen Standort an der Spitalstrasse durch einen Neubau zu ersetzen.

Alle diese Meilensteine tragen dazu bei, der Luzerner Bevölkerung LANGFRISTIG eine qualitativ hochstehende, wirtschaftliche und wohnortsnahe Spitalversorgung zu gewährleisten.

Ich bedanke mich herzlich beim Spitalrat unter Präsident Dr. Ulrich Fricker sowie bei Direktor / CEO Benno Fuchs für die erfolgreiche und zukunftsweisende Unternehmensführung. Mein Dank gilt ebenso den Mitgliedern der Geschäftsleitung, dem Kader und allen weiteren Mitarbeitenden des LUKS. Sie alle tragen mit ihrer Arbeit tagtäglich dazu bei, dass das LUKS ein erfolgreiches Spitalunternehmen ist und bleibt. Herzlichen Dank für das grosse Engagement für die Gesundheit der Luzerner Bevölkerung!

Guido Graf, Regierungsrat Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern

Meilensteine

Januar | Änderung Spitalgesetz: Sozialpartner nehmen GAV-Verhandlungen auf

Im Zuge der anstehenden Umwandlung des LUKS in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft verhandeln Vertreter des Luzerner Kantonsspitals (LUKS) und der Luzerner Psychiatrie (lups) seit Anfang 2020 mit einer Verhandlungsgemeinschaft, bestehend aus den Personalverbänden und den Personalkommissionen, über einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Um die konstruktiven Gespräche sorgfältig weiterzuführen, haben die Verhandlungspartner im Verlauf des Jahres gemeinsam entschieden, den Termin für die Urabstimmung auf das zweite Halbjahr 2021 anzusetzen.

März | Das LUKS und Corona

Das LUKS eröffnete bereits Anfang März am Standort Luzern als eines der ersten Deutschschweizer Spitäler eine Isolierungsstation zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einer Covid-19-Infektion. Kurz darauf verordnete der Bundesrat den Spitälern, auf nicht dringliche Eingriffe zu verzichten – das LUKS wechselte daraufhin vom Regel- in den Notfallbetrieb, reduzierte die Zahl der Operationssäle und erhöhte die Anzahl der Intensivplätze sukzessiv. Dank diesen Massnahmen standen innert kürzester Zeit an allen drei Standorten in Luzern, Sursee und Wolhusen mehr personelle und infrastrukturelle Ressourcen für Corona-Fälle zur Verfügung, und das LUKS konnte seine gesellschaftliche Verantwortung dank dem unermüdlichen Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jederzeit wahrnehmen.

Ab Mai, nachdem der Bundesrat seine Beschränkung auf dringliche Operationen aufgehoben hatte, konnten die Kapazitäten wieder erhöht und ein Teil der verschobenen Operationen nachgeholt werden. Bereits im Herbst wurde jedoch ein erneuter, massiver Anstieg der Corona-Fallzahlen registriert. Dieser führte einerseits zu einer sehr hohen Auslastung der Covid-19 Testinfrastruktur an allen drei LUKS-Standorten und hatte andererseits aufgrund der hohen Belegung der Intensivstationen eine Umschichtung der Personalressourcen und damit einhergehend eine neuerliche Reduktion der OP-Kapazitäten zur Folge. Dank sehr gut eingespielten Prozessen, der Absprache mit den anderen Zentralschweizer Spitälern und der gegenseitigen Unterstützung der Spitalbetriebe in Luzern, Sursee und Wolhusen konnte das LUKS flexibel auf diese Entwicklung reagieren und alle seine Patientinnen und Patienten jederzeit auf gewohnt hohem medizinischem Niveau betreuen. Für die Mitarbeitenden bedeutete dies jedoch eine zusätzliche Dauerbelastung, welche den Spitalbetrieb zeitweise an seine Grenzen brachte.

April | LUKS Sursee: Neubau am bisherigen Standort

Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat im Frühling den Standortentscheid betreffend Spital Sursee gefällt. Ein Neubau soll auf dem bisherigen Areal an der Spitalstrasse in Sursee erfolgen. Aus ursprünglich 23 potenziellen Standorten wurden durch ein mehrstufiges Auswahlverfahren und anhand eines umfassenden Kriterienkatalogs die am besten geeigneten Varianten bestimmt. Nach einer vertieften Evaluation blieben die beiden Standorte «Schwyzermatt Schenkon» und «Spitalstrasse Sursee» als mögliche Standorte bestehen. Aus betrieblichen Gründen hat der Spitalrat den Standort Schwyzermatt favorisiert. Der Regierungsrat hat bei seinem Entscheid auch eine politische Bewertung der Vorund Nachteile der beiden verbliebenen Optionen vorgenommen. Mit dem Entscheid der Luzerner Regierung herrscht nun Klarheit über den künftigen Standort des LUKS Sursee, und die weiteren Planungsarbeiten können an die Hand genommen werden

April | Alle Tumorbehandlungen unter einem Dach am LUKS

Jedes Jahr werden in der Schweiz bei mehr als 40 000 Menschen neue Krebskrankheiten diagnostiziert – über 3000 davon in der Zentralschweiz. Das LUKS rechnet für die nächsten Jahre mit weiter zunehmenden Patientenzahlen. Mit dem Umbau und einer Aufstockung des bestehenden Hauses 28 hat das LUKS Anfang Jahr Raum geschaffen, um den verschiedenen Tumordisziplinen unter einem Dach Platz anbieten zu können. Den ersten Härtetest hat das neue Tumorzentrum bereits bestanden, denn auch während der Covid-19-Pandemie müssen Betroffene kompetent und sicher behandelt werden.

Juni | Neubau Kinderspital / Frauenklinik

Der Studienauftrag für den Neubau Kinderspital / Frauenklinik am Standort Luzern wurde im Juni abgeschlossen. Der Spitalrat hat auf Empfehlung des Beurteilungsgremiums entschieden, das Projekt «Schmetterling» weiterzuverfolgen. Dieses überzeugt durch zwei eigenständig wahrnehmbare Baukörper und innovative Ansätze. Am 18. September fand bereits der Spatenstich für den Neubau statt. Dieser soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein und ermöglicht eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Kindermedizin (Pädiatrie und Kinderchirurgie) sowie Geburtshilfe und Gynäkologie auf höchstem Niveau im ambulanten und stationären Bereich.

Juni | Zwei Chefärztinnen übernehmen die gemeinsame Leitung der Frauenklinik Luzern

Im Juni respektive Oktober übernahmen PD Dr. med. Corina Christmann und PD Dr. med. Christine E. Brambs die Co-Leitung der Frauenklinik Luzern. Gleichzeitig werden die beiden zu Chefärztinnen ernannt. Damit kann die in den letzten Jahren erfolgreich etablierte Co-Leitungs-Struktur weitergeführt und gefestigt werden. Die beiden neuen Chefärztinnen sind für diese Aufgabe bestens qualifiziert und überzeugen sowohl fachlich als auch als Persönlichkeiten.

Juli | «First Responder Zentralschweiz»: Bereits 1000 Freiwillige im ersten Jahr

Pünktlich zum einjährigen Bestehen hat «First Responder Zentralschweiz» einen grossen Meilenstein erreicht: Mit Corina Schnyder aus Zell zählt das Projekt bereits 1000 geschulte ehrenamtliche Freiwillige. Als First Responder kann sie bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand erste medizinische Massnahmen einleiten und so die Überlebenschance der betroffenen Person steigern. Das vom LUKS initiierte und mit massgeblicher ideeller und finanzieller Unterstützung des kantonalen Gesundheits- und Sozialdepartements aufgebaute System wurde in den Kantonen Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden sowie im Bezirk Küssnacht erfolgreich eingeführt.

Juli | Neues Departement für «klinische Querschnittsmedizin»

Per 1. August 2020 wurden am LUKS Luzern verschiedene zentrale Querschnittsbereiche des medizinischen Betriebs in einem neuen Departement zusammengeführt. Dadurch werden für den Spitalbetrieb zentrale Prozesse optimiert, die Flexibilität erhöht und die Planbarkeit verbessert. Die Leitung des neuen Departements für «klinische Querschnittsmedizin » wurde Prof. Dr. med. Christoph Konrad, Chefarzt der Anästhesie, übertragen.

September | Start des Joint Master Medizin an der Universität Luzern

28 Studierende haben Anfang September ihr Masterstudium der Humanmedizin in Luzern aufgenommen. Die praktische Ausbildung übernehmen verschiedene Kliniken mit dem LUKS als grösstem Partnerspital der Universität Luzern. Das Besondere am Joint Master Medizin in Luzern ist die Kombination der Fachbereiche Medizin, Gesundheitswissenschaften und Rehabilitation sowie die enge Vernetzung zwischen der Universität Luzern und den Partnerinstitutionen.

Oktober | Neue Radiologische Praxis in Sursee

Das Röntgeninstitut Medical Imaging Luzern AG (MIL AG) eröffnet im Kyburgerhof in Sursee eine Radiologische Praxis für ambulante Patientinnen und Patienten. Seit Herbst wird an der Ausführungsplanung gearbeitet, und der Ausbau der Räumlichkeiten, die Beschaffung der Geräte sowie die Personalrekrutierung werden vorangetrieben. Die Eröffnung ist im Frühling 2021 vorgesehen. Das Angebot ergänzt die bestehende Behandlungsbandbreite des LUKS Sursee und ermöglicht in der Wachstumsregion noch raschere und flexiblere radiologische Untersuchungen.

Dezember | Organisationsstruktur der neuen Spitalgruppe steht fest

Ab Mitte 2021 gehen das Luzerner Kantonsspital (LUKS) und das Kantonsspital Nidwalden (KSNW) gemeinsam als Spitalverbund in die Zukunft. Im Zuge dieses Zusammenschlusses zur LUKS Gruppe hat der Spitalrat der beiden Unternehmen im Dezember 2020 die neue Organisationsstruktur präsentiert. Mit einer starken Zentrumsversorgung in Luzern und starken Leitungen in den Regionalspitälern vor Ort in Sursee, Wolhusen, Montana und Stans legt er den Grundstein für eine optimal koordinierte, qualitativ hochstehende und wirtschaftliche Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in der Region.

Dezember | Zwei schweizweite Premieren in der Gastroenterologie am LUKS Luzern

Die Gastroenterologie unter der Leitung von Patrick Aepli, Chefarzt Gastroenterologie / Hepatologie (hier im Bild) setzt seit Frühjahr 2020 als erstes Spital in der Schweiz künstliche Intelligenz bei der Darmspiegelung (CAD EYE) und eine neue Methode in der Diagnostik und Therapie von Dünndarmerkrankungen (PowerSpiral-Enteroskopie) ein.

Aus- und Weiterbildung LUKS

Das LUKS ist nicht nur der grösste Arbeitgeber der Zentralschweiz, sondern auch eine schweizweit angesehene Forschungs- und Ausbildungsstätte. Für zahlreiche Berufe eröffnet unser breites Aus-, Weiter- und Fortbildungsangebot attraktive Perspektiven. Dabei legen wir grossen Wert auf einen hohen Praxisbezug und eine fundierte Grundlagenvermittlung.

Abwechslungsreich, sicher, lehrreich und zukunftsgerichtet sind die Arbeitsplätze am LUKS. Hier wird mit Freude gearbeitet, ob im medizinischen oder in einem anderen Bereich aus rund 100 verschiedenen Berufen. Ob Berufslehre, Hochschulausbildung, akademischer Studiengang oder Facharzttitel – das LUKS bietet eine breite Palette interessanter Bildungswege und beruflicher Entwicklungsmöglichkeiten. Über 1800 Lernende und Studierende profitieren von den interessanten Entwicklungsmöglichkeiten an unseren Standorten Luzern, Sursee, Wolhusen und Montana.

Mosaik aus spannenden Berufen

Nebst den etablierten Pflegeberuf-Ausbildungen zur Assistentin Gesundheit und Soziales AGS, Assistentin Gesundheit und Soziales EBA, Fachfrau Gesundheit (FaGe) EFZ und Dipl. Expertin Intensivpflege NDS HF bietet sich LUKS-Mitarbeitenden auch die Möglichkeit, einen Zertifikatslehrgang Fachfrau Gesundheit mit speziellem Fokus Akutpflege zu absolvieren. Damit ein so komplexer Betrieb reibungslos funktioniert, sind neben Ärzten, Pflegefachpersonen, Physiotherapeutinnen oder Laboranten auch viele IT- und HR-Spezialisten, Betriebswirtschafter, Qualitätsmanager, Bau- und Reinigungsfachleute, Küchenpersonal, Logistiker, Fachpersonen Garten- und Landschaftsbau und weitere Berufsleute nötig. Sie alle stellen täglich und rund um die Uhr den Betrieb des grossen Räderwerkes LUKS sicher und machen es möglich, dass die Grundversorgung wie auch national anerkannte spezialisierte, interdisziplinäre Zentren und Leistungsaufträge in hochspezialisierter Medizin funktionieren. Insgesamt können bei uns 15 verschiedene Berufe erlernt und zur Berufsfindung eine Vielzahl von Berufswahl-, Selektions- und Vorpraktika absolviert werden.

Rund 60 Weiterbildungsprogramme

Pflegefachkräfte, Spezialisten in medizintechnischen und -therapeutischen Berufen und angehende sowie ausgebildete Ärztinnen und Ärzte nutzen am LUKS die Chance, ihre fachlichen Kenntnisse zu vertiefen und sich beruflich weiterzuentwickeln. An unseren Zentren können Assistenzärztinnen und -ärzte beispielsweise ihre Weiterbildungsanerkennung für die Mehrheit der 45 eidgenössischen Facharzttitel und 38 Schwerpunkt-Spezialisierungen erwerben.

Eigener Master-Studiengang

Das LUKS bildet als Partnerspital der Universität Luzern im Rahmen des Joint-Medical-Master-Programms zusammen mit der Universität Zürich Medizinstudenten aus. Im September 2020 haben 28 Studierende das erste Masterjahr in Humanmedizin an der Universität Luzern begonnen. Nach den ersten drei Jahren an der Universität Zürich, während denen sie im Rahmen von Mantelmodulen auch von Dozenten aus den lokalen Partnerinstitutionen unterrichtet wurden, sind sie für den Masterabschluss an der Universität Luzern immatrikuliert. Die praktische Ausbildung übernehmen verschiedene regionale Spitäler mit dem LUKS als grösstem Partner sowie das Zentrum für Hausarztmedizin und Community Care. Schwerpunkte im Medizin-Master in Luzern sind die medizinische Grundversorgung, die interprofessionelle Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsfachberufen und den Gesundheitswissenschaften sowie Aspekte der Patientensicherheit in Akut- und Notfallsituationen. Nach drei Masterstudienjahren erhalten die Studierenden ein gemeinsames Diplom der Universitäten Zürich und Luzern. Mit Bestehen der eidgenössischen Prüfung in Humanmedizin können sie als Assistenzärztin oder Assistenzarzt arbeiten und sich zum Dr. med. promovieren. Als akademisches Lehrspital ist es dem LUKS ein Anliegen, theoretisches und praktisches Wissen weiterzugeben und die Studierenden vom grossen Erfahrungsschatz der Dozierenden profitieren zu lassen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, nicht nur für die Weiterbildung und Fortbildung von Ärzten, sondern bereits in der Ausbildung der Medizinstudenten.

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Ausblicke

2021 im Zeichen der Umwandlung zur LUKS Gruppe

Das Jahr 2021 steht ganz im Zeichen der Umwandlung des Luzerner Kantonsspitals von einer öffentlich-rechtlichen Anstalt in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft. Diese ebnet den Weg für den Zusammenschluss mit dem Kantonsspital Nidwalden zur neuen LUKS Gruppe. Dank diesen neuen Strukturen und aufeinander abgestimmten Angeboten ist für die Bevölkerung in der Region auch künftig eine qualitativ hochstehende und wirtschaftliche Gesundheitsversorgung gewährleistet. Mit der neuen Organisationstruktur lassen sich die Angebote der Spitäler innerhalb der Gruppe noch besser koordinieren. Im Verbund können zudem die nötigen Fallzahlen, die zunehmend für eine qualitativ hohe und dennoch wirtschaftliche medizinische Versorgung erforderlich sind, besser erreicht werden. Des Weiteren können die notwendigen Fachkräfte mit einem attraktiven Angebot besser gewonnen und gehalten werden. Konkret wird die Rechtsformänderung per 1. Juli 2021 in folgenden Schritten erfolgen:

  • Gründung Luzerner Kantonsspital AG und Spital Nidwalden AG
  • Gründung Tochtergesellschaften der Luzerner Kantonsspital AG
  • Aktienkauf der Spital Nidwalden AG durch die Luzerner Kantonsspital AG

Im ersten Halbjahr 2021 werden die für den Betrieb der Gesellschaften erforderlichen Reglemente und Verträge finalisiert. Weiter soll bis Mitte 2021 ein Entwurf eines Gesamtarbeitsvertrags (GAV) vorliegen, die Urabstimmung beim Personal des LUKS ist im zweiten Halbjahr 2021 vorgesehen. Die Einführung des neuen Personalrechts erfolgt Mitte 2022. Als Übergangslösung werden die materiellen Bestimmungen des heutigen Personalrechts weitergelten.

COVID-19-Pandemie bleibt auch 2021 präsent

Nachdem die Prioritäten im Jahr 2020 darauf ausgelegt gewesen sind, den Spitalbetrieb auf die Bewältigung von zwei Ansteckungswellen auszurichten, bleibt Covid-19 auch 2021 präsent. Dank der guten Vorarbeiten und einer ausgezeichnet eingespielten Zusammenarbeit unter den Standorten und mit anderen Zentralschweizer Spitälern ist das LUKS gut auf den weiteren Verlauf der Pandemie vorbereitet. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Betrieb von internen Covid- 19-Impfzentren, in denen einerseits Mitarbeitende mit Risikofaktoren und Patientenkontakt sowie in Absprache mit den kantonalen Behörden auch weitere Mitarbeitende, externe medizinische Berufsgruppen sowie Risikopatientinnen und -patienten geimpft werden. Der Pandemiestab des LUKS trifft sich auch 2021 regelmässig, antizipiert die Auswirkungen der Fallentwicklung auf den Spitalbetrieb und leitet umgehend entsprechende Massnahmen ein.

Geplante Spitalneubauten

Die Fertigstellung des Neubaus Kinderspital / Frauenklinik ist auf Ende 2025 vorgesehen. Im Jahr 2020 konnte das Siegerprojekt präsentiert und der Spatenstich durchgeführt werden. Fünf bestehende Hochbauten auf dem Areal wurden zurückgebaut, und mit den Aushubarbeiten wurde begonnen. Im Sommer 2021 erfolgt die Baueingabe für die unterirdische Parkierung. Die Baueingabe für den eigentlichen Neubau Kinderspital / Frauenklinik ist für 2022 geplant.

In Sursee fällte die Luzerner Regierung den definitiven Standortentscheid Anfang April 2020 zugunsten der Spitalstrasse Sursee. Die weiteren Planungsarbeiten werden 2021 in die Hand genommen.

In Wolhusen soll nördlich des heutigen, sanierungsbedürftigen Gebäudes aus dem Jahr 1972 ein Neubau entstehen. Gegen das Projekt respektive die Baubewilligung wurde beim Kantonsgericht Beschwerde eingelegt. Der Zeitplan ist vom Ausgang dieses Verfahrens abhängig. Um die Planung so weit wie möglich voranzutreiben, definiert das LUKS in einem nächsten Schritt zusammen mit den Hausärztinnen und Hausärzten der Region das definitive Leistungsangebot für den Standort Wolhusen gemäss den Vorgaben des Luzerner Regierungsrates.

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In 750 Jahren: Vom Benediktinerkloster bis zur künstlichen Intelligenz.

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